Diese Texte konnten Sie lesen in der BAB 3/08

 

Die befristete Ansiedlung von C & A ist vom Tisch

 

Strausberg (ioe) Auf Antrag von Steffen Schuster (Pro Strausberg) wurde im Hauptausschuß mehrheitlich beschlossen, in der Vorlage der Verwaltung zur Änderung des B-Planes Handelscentrum die zeitlich befristete Variante für die Ansiedlung von C & A zu streichen. Somit gibt es jetzt nur noch den Passus der „unbefristeten Zulässigkeit zusätzlicher Verkaufsflächen“, über die die Stadtverordnetenversammlung am 31. Januar zu entscheiden hat.

 

 

Pro und Kontra für Strausberger Landesgartenschau 2013

 

Strausberg (ioe) Sechs Mitglieder des Hauptausschusses stimmten für eine Bewerbung Strausbergs für die Landesgartenschau 2013, vier dagegen. Letzte meinten, daß die Stadt angesichts der Haushaltskonsolidierung bis 2010, des noch bestehenden Investitionsbedarfs für Kitas und Schulen sowie den geplanten Projekten der Altstadtsanierung den Eigenanteil für die Landesgartenschau von geschätzten 2,7 Millionen Euro im Vorfeld nicht aufbringen kann. Einsendeschluß für die Bewerbung ist der 31. Januar. Die Verwaltung geht davon aus, daß die Stadtverordnetenversammlung mehrheitlich für eine Bewerbung votiert, heißt es aus dem Rathaus. Ansonsten müßte die Bewerbung wieder zurückgezogen werden.

 

 

Im Sport- und Erholungspark lebt die Box-Tradition auf

 

Strausberg (ioe) In der Ernst-Grube-Halle auf dem Gelände des Strausberger Sport- und Erholungsparks wird nach längerer Pause seit Jahresbeginn wieder geboxt. Die Freunde dieser Sportart treffen sich immer montags, mittwochs und freitags ab 18 Uhr, um unter Anleitung des Berliners Hans-Joachim Leisner und drei weiteren erfahrenen Übungsleitern zu trainieren. Der monatliche Beitrag für das Training kostet 20 Euro. Interessenten erfahren näheres unter der Nummer 0174-7202932, oder schauen einfach zu den Trainingszeiten in der Halle vorbei.       

 

     

Verkaufserlös des Flugplatzes soll Straßenbahnbetrieb sichern

Erstmals wurde öffentlich eine Summe von 4,6 Millionen Euro genannt

 

Strausberg (ioe) Der dreifache Geschäftsführer Andreas Gagel (Stadtwerke, Strausberger Eisenbahn, Flugplatz) hält wenig davon, seine Pläne in der Öffentlichkeit zu verbreiten. Doch ohne Netz und doppelten Boden handelt er nicht. Stets gehen wichtigen Entscheidungen Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung voraus, meist allerdings im nichtöffentlichen Teil. So war es auch beim avisierten Verkauf des Strausberger Flugplatzes, für den die Politik laut Gagel bereits im Juli 2007 ihr Einverständnis erklärte. Im Zug der Umstrukturierungen gab es auch grünes Licht für den steuerlichen Querverbund der Stadtwerke, des Flugplatzes und der Strausberger Eisenbahn. Die Flugplatz Strausberg GmbH wurde aufgelöst, neuer Eigentümer ist die Strausberger Eisenbahn. Im Dezember 2007, so Gagel, hätte er den Hauptausschuß darüber informiert, daß die Schloß Wilkendorf Liegenschaften GmbH Kaufabsichten hegt, und diese durch schrittweise Beteilungen in den nächsten drei Jahren realisieren will.

Die anschließend kursierenden Gerüchte über die Modalitäten des Verkaufs und Mutmaßungen über mangelnde Seriosität des russischen Konsortiums veranlaßten Geschäftsführer Gagel dann doch, die Medien am vergangenen Montag zur Pressekonferenz einzuladen. Nur durch den steuerlichen Querverbund sei eine langfristige Sicherung der Straßenbahn möglich, erklärte er eingangs. Denn bislang profitierte allein der Flugplatz von der Gewinnabführung der Stadtwerke. In den nächsten drei bis vier Jahren stünden für die weitere Sanierung des Betriebshofes und die Modernisierung der in die Jahre gekommenen Tatrazüge Kosten in Höhe von rund 3,3 Millionen Euro an. Durch einen erfolgreichen Verkauf des Flugplatzes sei dies zu realisieren. „In diesem Fall wird die Schloß Wilkendorf Liegenschaften GmbH Eigentümerin, die Betreibung des Flugplatzes bleibt bei der neuen Strausberger Flugplatz GmbH“, erklärte Gagel. Erstmals nannte er vor der Presse den verhandelten Verkaufspreis von 4,6 Millionen Euro, der seiner Auffassung nach die getätigten Investitionen auf dem zum Verkauf stehenden Areal refinanzieren würde. Denn von den insgesamt neun Millionen, die bislang für Investitionen flossen, müsse man den Erwerb der einstigen Liegenschaft des Bundes (2,5 Millionen Euro), die Trennung der Medien und Neuinstallation im Gewerbepark Strausberg Nord sowie den Straßenbau herausrechnen. Denn all dies würde außerhalb des zu verkaufenden Areals liegen.         

„Wir sehen keinen Grund, an der Seriosität des Käufers zu zweifeln“, erklärte Gagel. Das russische Konsortium, das zur Zeit den Umbau des Wilkendorfer Schlosses zu einem 5-Sterne-Hotel vorantreibt, hätte nach seinen Informationen die Kosten für die Entkernung des historischen Gebäudes pünktlich und in voller Höhe bezahlt.      

 

 

Stadt und Bundeswehr mit Erfolgsbilanz

Insgesamt 19 Bürgerinnen und Bürger wurden für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet

 

Strausberg (ioe) Beim dritten gemeinsamen Neujahrsempfang der Bundeswehr und der Stadt Strausberg bildeten sich am Eingang zum großen Saal der Akademie der Bundeswehr für Information und Kommunikation (AIK) Schlangen. Denn der Standortälteste und AIK-Kommandeur Oberst Axel Hecht und Bürgermeister Hans Peter Thierfeld ließen es sich als Gastgeber nicht nehmen, die Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur sowie Vertreter von Institutionen und Vereinen persönlich zu begrüßen.

Oberst Hecht verwies auf die Stabilisierung der Dienststellen am Strausberger Standort mit mehr als 3000 Bundeswehrangehörigen und erwähnte in diesem Zusammenhang, daß rund vier Millionen Euro für Verpflegungsaufwendungen sowie zirka 4,4 Millionen Euro für Bauunterhaltungsmaßnahmen von der Bundeswehr an ortsansässige Strausberger Firmen ausgereicht wurden. Die Bundeswehr wird die Patenschaft zur Kita Juri Gagarin, zum Elisabeth-Heim und anderen Einrichtungen weiter mit Leben erfüllen und gemeinnützige Veranstaltungen unterstützen, so der der Standortälteste.

Bürgermeister Hans Peter Thierfeld äußerte sich zufrieden über die Entwicklung der Stadt und verwies auf die Modernisierung der Bahnhofsumfelder in Strausberg-Vorstadt und Strausberg-Nord, den erfolgreichen Verkauf der städtischen Grundstücke in der Bruno-Bürgel-Straße. Als wichtigste Aufgaben in diesem Jahr nannte er unter anderem die Umgestaltung des Marktplatzes, die Fortschreibung des wirtschaftsorientierten INSEK, die weitere Sanierung von Kitas und Schulen sowie die Eröffnung des neuen Bürgerbüros im Juli. Spätestens 2010 will Strausberg den Haushaltsausgleich erreichen, unterstrich Thierfeld.

 

 

Im „Fuchsbau“ gibt es jetzt auch eine Hühnerleiter

Aus verschiedenen Holzelementen entstehen Spiellandschaften, die Spaß an der Bewegung wecken

 

(Rehfelde) Die Rehfelder Kita „Fuchsbau“ gehört zu jenen Einrichtungen in Märkisch-Oderland, die für das Hengstenberg-Projekt ausgewählt wurden. Es geht zurück auf die Berliner Gymnastiklehrerin Elfriede Hengstenberg (1892 bis 1992). Ihr Anliegen war es Kindern zu ermöglichen, selbständig ihre Bewegungsfähigkeit zu entdecken und auszuprobieren.

Anders als beim Sportunterricht mit vorgegebenen Übungen werden die Mädchen und Jungen mit unterschiedlichen Elementen zum phantasievollen Spielen eingeladen. Da gibt es beispielsweise Kippel- und Vierkanthölzer, Hühnerleitern und mit Stoff bezogene Spielhocker, die sich zum Balancieren, Klettern, Rutschen, Springen, Bauen und anderem mehr bestens eignen. Ein weiter Effekt: Besonders ungestüme Kinder erkennen ihre eigenen Grenzen.

„Eine Erzieherin aus unserem Team hatte auf einer Weiterbildungsveranstaltung der Unfallkasse Brandenburg das Hengstenberg-Projekt kennen gelernt und das ganze Team mit ihrer Begeisterung angesteckt. Jetzt freuen wir uns, daran teilnehmen zu können“, sagt Kita-Leiterin Gabriele Heißig. Das spiel- und bewegungsorientierte Projekt sei ein weiterer Schritt zur Anerkennung des Gütesiegels „Gesunde Kita“. Denn auch darum hat sich die Einrichtung beworben.

In der vergangenen Woche trafen die Gerätschaften in Rehfelde ein. Sie wurden in der Holzwerkstatt der Basisgemeinde Wulfshagenerhütten (bei Kiel) produziert, einer christlichen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft. Weitere Basisgemeinden gibt es in Berlin Prenzlauer Berg sowie in Dibschtsche/Kosowa (Ukraine). Ein Jahr lang dürfen die Rehfelder nun die Gerätschaften nach Herzenslust ausprobieren, für deren Finanzierung die Unfallkasse Brandenburg mit 2000 Euro in Vorleistung ging. Nach dieser Zeit kann die Kita „Fuchsbau“ alles zum halben Preis erwerben.    

Eifrig waren die Mädchen und Jungen dabei, als es gemeinsam mit einigen Eltern und Erzieherinnen ans Auspacken ging (Foto…). Dabei half auch Bürgermeister Lutz  Schwarz. Anschließend erklärte Peter Fuchs von der Basisgemeinde Prenzlauer Berg als Partner des Projekts den Kindern die Spiel-Regeln zum Bewegen. Die Geräte dürfen nur barfuß benutzt werden. Jeder tut nur das, was er sich selbst zutraut und läßt sich und anderen Zeit.

Beim Ausprobieren der Kippelhölzer im Liegen, Sitzen, Stehen und Hocken stand ihnen der Spaß ins Gesicht geschrieben (Foto..). Sie freuen sich schon auf die nächsten Spielstunden mit den neuen Geräten.

 

 

Überraschende Entdeckung in der Strausberger Altstadt:

Fachwerkbau Große Straße 66 stammt aus dem 16. Jahrhundert

 

Von Dr. Uwe Schieferdecker, Brandenburgische Stadterneuerungsgesellschaft

 

Strausberg (BAB) Der Berliner Bauhistoriker Detlev von Olk besichtigte im Zusammenhang mit der laufenden Sanierung den Fachwerkbau Große Straße 66 und entnahm dabei mehrere Holzproben aus der Decke des Obergeschosses. Die inzwischen vorliegenden Ergebnisse ergaben zur allgemeinen Überraschung ein Fälldatum von 1592/93.

Ein Fachwerkbau aus dem 16. Jahrhundert ist für Strausberg eine Sensation. Ging man doch bisher davon aus, daß - mit Ausnahme der Kirche St. Marien, der Stadtmauer sowie der massiven Erdgeschosse der Großen Straße 18 und 45 - alle oberirdischen Baulichkeiten im Dreißigjährigen Krieg zerstört worden waren. 1670 wurde anläßlich einer offiziellen Inspektion vermerkt, daß es wohl keinen anderen Ort in der Mark Brandenburg gebe, der dringender Hilfe benötige, als diese arme Stadt. Im Ergebnis erhielt Strausberg kurfürstliche Hilfsgelder und Baumaterialien. Diese historische „Städtebauförderung“ führte zwischen 1683 und 1719 zu einer intensiven Bautätigkeit, bei der auf den alten Grundrissen und oft unter Nutzung der überkommenen Feldsteinkeller bescheidene zweigeschossige Fachwerkhäuser entstanden.

Die Auffassung der Historiker, daß in Strausberg kein Fachwerkbau den Dreißigjährigen Krieg überstanden hatte, ist jetzt überholt. Die dendrochronologische Untersuchung der Holzproben der Großen Straße 66 schreibt dieses Kapitel der Stadtgeschichte neu. Offensichtlich haben unsere Vorfahren die Strausberger Situation düsterer gemalt, als sie tatsächlich war. Denn auch die benachbarte Große Straße 65, älteren Bürgern noch als Apotheke bekannt, dürfte aus dem 16. Jahrhundert stammen. Detlev von Olk weist auf die aneinander stehenden und unverputzten Giebel hin. Daraus schließt der Bauhistoriker auf eine zeitgleiche Entstehung der Nachbarhäuser.

In der vergangenen Woche fand eine Begehung der Großen Straße 66 durch das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und dem Archäologischen Landesmuseum (BLDAM) statt. Die zuständige Referentin Stefanie Wagner wollte ihren Augen nicht trauen. Die sonst für Strausberg typischen und eher bescheidenen Fachwerkhäuser aus der Zeit um 1700 weisen in der oberen Etage Deckenhöhen von etwa zwei Meter auf. Die Obergeschosse wurden damals zu Lagerzwecken genutzt, gewohnt wurde im Erdgeschoss. Anders in dem wesentlich älteren Gebäude Große Straße 66. Hier weisen stattliche Stuben auf eine repräsentative Wohnnutzung im Obergeschoß hin. Die Deckenbalken auf der Straßenseite (Foto…) sind in gotischer Manier mit Schiffskehlen oder Fasen profiliert. Sogar historische Farbfassungen der Decken sind zu erkennen. Diese Ausstattung hält die Denkmalpflegerin für ungewöhnlich nicht nur in Strausberg, sondern darüber hinaus auch in der Mark. Sie passen ihrer Meinung nach eher nach Süddeutschland.

Im Jahr 1995 sah das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege keine Notwendigkeit einer Unterschutzstellung des Gebäudes. Nach der Begehung am 8. Januar wurde die Große Straße 66 zum Einzeldenkmal erklärt, die bauhistorische Dokumentation wird im Rahmen der Stadterneuerung gefördert. Vielleicht werden schon bald weitere spannende Details aus Strausbergs Stadtgeschichte ans Licht kommen.

 

 

Zu viel Pflaster, zu wenig Grün, kein Flair zu spüren

Neben kritischen Bemerkungen zur Umgestaltung des Marktplatzes gab es auch Vorschläge, was man anders machen kann

 

Strausberg (ioe) Obwohl die Planer die Entwürfe für die neue Gestaltung des Marktplatzes überarbeiteten, äußerten die Bürger auf einer Versammlung am Dienstagabend etliche Bedenken. Es gab Vergleiche mit dem wenig begrünten Bahnhofsvorplatz Strausberg-Nord, eine Dame erinnerte das Ganze an einen Aufmarschplatz ohne jegliches Flair. Die meiste Kritik gab es zur Größe der versiegelten Fläche und den mit kleinen Mauern eingefaßten Hochbeeten, die wie Stelen wirken.

„Wir wollen hier keinen Park und auch keinen Markt. Denn diesen gibt es ja schon am Lindenplatz“, stellte die Fachgruppenleiterin Birgit Bärmann klar. Sie erläuterte zwei Varianten, die sich nur unwesentlich unterschieden - eine mit altem, die andere mit neuem Baumbestand. Ansonsten lehnte man sich stark an den Entwurf des Wettbewerbssiegers aus dem Jahr 2000 an. Der Platz gliedert sich in drei Bereiche. Vor dem alten Rathaus soll ein repräsentativer Platz entstehen, dem sich eine Ruhezone mit Bänken, Wasserspielen und Hochbeeten anschließt. Zur großen Straße hin gibt es keine Barrieren mehr. Die untere Fläche, die eine Neigung von etwa zehn Prozent aufweist, kann „multifunktional“ genutzt werden. Letzteres fand am meisten Widerspruch, denn der gepflasterte schräge Abhang eignet sich weder zum Aufstellen von Bänken und Festzelten, noch für ein einladendes Straßencafe. Das wurde Dank der anschaulichen Computeranimation des Vermessungsbüros von Matthias Kalb besonders deutlich. Ohne ein Schatten spendendes grünes Dach hätte hier ohnehin niemand Lust zu Verweilen, hieß es aus der Runde. Bei der spontanen Abstimmung über die zwei Varianten entschied sich die Mehrheit dafür, die gefährdeten Linden zu fällen, und mit der Umgestaltung auch eine neue Bepflanzung vorzunehmen. Denn Fachleute hatten vorausgesagt, daß es aufgrund der Tiefbauarbeiten und des Alters der Linden zu einem Sterben der Bäume auf Raten kommt.    

Wie gewohnt, machte sich Bürgermeister Thierfeld Notizen. Er konnte neben der Kritik auch etliche Vorschläge zur Neugestaltung in sein Buch eintragen: Pergola-Varianten mit Nischen zum Platznehmen, eine Brunnengestaltung in Form des Straussees, verschieden farbiges Pflaster zur Auflockerung, in den Boden eingelassene Beleuchtung. Statt der Längsachsen an beiden Seiten des Marktplatzes sollten optisch eher Querwege dominieren, die Bänke müßten direkt unter die Bäume platziert werden.

In der Zeit vom 25. Februar bis 21. März können Bürger in Stadtverwaltung Einsicht in die überarbeiteten Pläne nehmen, die anschließend nochmals in den Fachausschüssen diskutiert werden.         

 

     

Bürgersprechstunden mit Jutta Lieske

 

Fredersdorf-Vogelsdorf (wt) Am 21.1., 11.2. und 10.3., jeweils von 15 bis 18 Uhr, führt das Mitglied des Landtages, Jutta Lieske (SPD), Bürgersprechstunden im KATHARINENHOF® im Schloßgarten durch.

 

 

Unternehmerstammtisch zu „Schule und Wirtschaft“

 

Fredersdorf-Vogelsdorf (wt) Am Donnerstag  hatte der Fredersdorf-Vogelsdorfer Unternehmerverein das Thema „Schule und Wirtschaft“ auf der Tagesordnung. Oberschullehrer Andrej Weiß vermittelte in eindrucksvoller Form bisherige Erfahrungen zum „Praxislernen“ der Schüler, Lehrer und Unternehmen der Region. „Der lange Weg zum Praxislernen hat sich gelohnt“, so Andrej Weiß. „und die verschiedenen Formen der Praktika haben sich bewährt. In den Klassen 7 bis 10 werden Schnupper- und Blockpraktikum sowie regelmäßig stattfindende Praxislerntage und ein abschließendes Schülerpraktikum in der 10. Klasse angeboten und von den Schülern gern angenommen“.

Das Praxislernen, gelernte DDR-Bürger werden sich an ähnliche Modelle aus ihrer Schulzeit erinnern, motiviert die Schüler, verbessert die Beziehungen zwischen Schülern, Eltern und Lehrer, entwickelt enge Beziehungen zum Unternehmen, stärkt die Übernahme von Verantwortung und verschafft den Schülern eine realistische Vorstellung über den eingeschlagenen Weg.

Martin Bethin, Vorsitzender des Unternehmervereins, sieht in dem von der Oberschule eingeschlagenen Weg eine echte Bereicherung im Zusammenwirken mit den ortsansässigen Unternehmen und in der Ausrichtung der Schüler auf anspruchsvolle Berufsziele. Jutta Lieke (SPD), MdL, hob in der Aussprache hervor, dass sowohl die sehr guten Rahmenbedingungen (neue Schule, sehr gute Ausstattung), als auch das Herangehen der Schule an die Ausbildung der Schüler sich in Zahlen ausdrücken lassen. „Im Land Brandenburg beendeten 2007 ca. 9 Prozent der Schüler die Schule ohne Abschluss. In der Oberschule Fredersdorf-Vogelsdorf erhielten alle Schüler einen Abschluss. Das Praxislernen hat sicherlich zu dem sehr guten Ergebnis beigetragen. Es motiviert die Schüler und leistet einen Beitrag, dass alle Schüler geschützt, vernünftig und ordentlich lernen können“.

 

 

Neujahrskonzert bei Kerzenschein  

 

Fredersdorf-Vogelsdorf (wt) Am 13. Januar fand im KATHARINENHOF® im Schloßgarten ein Neujahrskonzert mit der Mezzosopranistin Isabelle Rejall und dem Konzertpianisten Patrik Braun statt. Mit Liedern von Mozart, Händel, Brahms, Schumann und anderen Komponisten wussten die Künstler zu gefallen. Mit herzlichem Beifall zum Schluß des Konzerts forderte das Publikum eine Zugabe zum Konzert.

 

 

Neujahrsfußballturnier  

 

Fredersdorf-Vogelsdorf (wt) Am 12. Januar führte die Abteilung „Alte Herren“ der TSG „Rot-Weiß“ ihr 12. Neujahrsturnier in der Sporthalle Tieckstraße durch. Das mit 10 Mannschaften gut besetzte Turnier bescherte den Zuschauern nach den Worten von Organisator Ronald Greulich faire Spiele mit technisch ansprechenden Leistungen. Den von Hauptamtsleiter Wolfgang Müller überreichten Pokal des Bürgermeisters nahm die erstmals in Fredersdorf antretende Mannschaft aus Penkun mit. Der Titelverteidiger, „Rot-Weiß“ Fredersdorf-Vogelsdorf, kam über den vierten Platz nicht hinaus.

 

 

Hier wird Zukunft angeboten und gemacht

 

Rüdersdorf (e.n.) Es ist inzwischen eine gute Tradition in der Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin, dass mindestens einmal im Jahr ein Berufsinformationstag angeboten wird. Auch in diesem Jahr sind vorwiegend Schülerinnen und Schüler angesprochen, die bisher noch nicht richtig wissen, wohin ihre berufliche Entwicklung gehen soll. So erklärt Gerhard Hinze vom Ausrichter des Berufsinfotages, Berufsbildungsstätte der Handwerkskammer in Hennickendorf, dass in erster Linie Eltern und Jugendliche der 7. und 8. Klasse mit dieser messeähnlichen Veranstaltung angesprochen werden sollen. „Wir werden wieder sehr anschaulich einen Blick hinter die Kulissen bieten können und darüber hinaus auch mit Workshops praktische Hilfestellung bei einer möglichen Berufswahl anbieten.“ Hinze sagt im Vorfeld weiter: „Dabei bieten wir, fast wie bei einem Tag der offenen Tür, tiefe Einblicke in die Metallverarbeitung, Schweißtechnik, die übrigens wieder stark im Kommen ist, in die Lackier- und Kfz-Werkstätten, in den Bereich Sanitär und Heizung, Elektrotechnik, Metallbau und haben auch das Kabinett für unsere Berufe eines Kosmetikers oder Kosmetikerin geöffnet.“

Veranstalter des Berufsinfotages ist allerdings die Gemeinde Rüdersdorf. Hauptorganisatorin war hierbei von der Gemeindeverwaltung Sabrina Pflume. „Wir als Verwaltung stellen die Berufe Verwaltungsfachangestellte/r Fachrichtung Kommunalverwaltung und, gemeinsam mit der Friedrich Wilhelm von Reden-Bibliothek, den Ausbildungsberuf Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste vor“.

Interessant wird auch die Vorstellung neuer Aussteller werden. Hierbei ist die Deutsche Bahn AG zu nennen, die einen ganzen Katalog neuer Ausbildungsberufe mitbringen wird. Aus regionaler Sicht ist das Unternehmen MAYER Kanal- und Rohrreinigung GmbH zu nennen, das sogar dringend Lehrlingen sucht. Die Firma hat sich auf den Rohr-, Kanal- und Industrieservice spezialisiert. Darüber hinaus stellt sich gleichzeitig das Strausberger Vermessungsbüro Dipl.-Ing. Kalb vor, dass den Beruf Vermessungstechniker anbietet und vorstellt.

Die AOK für das Land Brandenburg erklärt in einem Workshop, wie man sich bei einem Einstellungstest richtig verhält und die Agentur für Arbeit beantwortet an ihrem Stand die Frage: „Was bringt mir das Abitur?“ Mit dabei ist auch die AIFS (American Institute For Foreign Study) Deutschland, und sie wird erklären, welche Möglichkeiten es derzeit für ein Studium oder einen Ausbildungsplatz im Ausland gibt.

„Wir sind sehr froh, dass auch die großen Ausbildungsbetriebe aus Rüdersdorf, wie die CEMEX Ost GmbH, das Evangelisch Freikirchliche Krankenhaus Rüdersdorf oder der CJD wieder mit beim Berufsinfotag vertreten sind“, sagt Sabrina Pflume weiter. Erstmals mit dabei ist weiterhin der Bauernverband, der eine Reihe von Agrarberufen vorstellt.

 

Der 8. Berufsinformationstag der Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin findet am 26. Januar in der Zeit von 9 Uhr bis 13 Uhr in der Bildungsstätte der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) in der Rehfelder Straße 50 im OT Hennickendorf statt.

 

 

Freie Fahrt in der Umweltzone?

Mit Rußfilter machen Sie Ihr Auto „stadtfein“!

 

Was tun, wenn die Werkstatt einen unzureichend funktionierenden Filter nicht ersetzen kann?

 

Telefonaktion mit Experten

Donnerstag, 24. Januar, 10 bis 17 Uhr

Gebührenfreie Rufnummer 0800 – 5 33 22 11

 

Seit dem 1. Januar ist es soweit: Köln, Hannover und Berlin haben so genannte Umweltzonen eingerichtet, weitere Städte folgen in Kürze. Freie Fahrt hat hier, wer eine rote, gelbe oder grüne Umweltplakette in der Windschutzscheibe kleben hat. Fahrzeuge ohne Plakette – ob Diesel oder Benziner – müssen draußen bleiben. Der Grund: Damit die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte für Feinstaub eingehalten werden können, sind Fahrverbote für nicht schadstoffreduzierte Kraftfahrzeuge notwendig. Mit einem Rußfilter können die Halter älterer Fahrzeuge zumeist aber auch ihre „Dreckschleuder“ salonfähig machen...

 

Wer Fahrverbote umgehen möchte, sollte sich daher schnellstens um eine entsprechende Umweltplakette kümmern. Autofahrer, die ohne Plakette in eine Umweltzone fahren, müssen mit einem Bußgeld in Höhe von 40 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Die runden Aufkleber in den drei Ampelfarben gibt es in den Kfz-Meisterbetrieben, die für die Abgasuntersuchung (AU) anerkannt sind. Wer noch keine Plakette besitzt, kann sich dort zudem darüber informieren, ob sein Fahrzeug die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt. Falls nicht, steht auch dann der Fachmann mit Rat und Tat zur Seite.

 

Wir müssen draußen bleiben...

Zunächst darf jeder Autofahrer mit einer farbigen Plakette in die Umweltzonen einfahren. Dabei kennzeichnen die grünen Plaketten Fahrzeuge der besonders emissionsarmen Schadstoffklasse 4, gefolgt von der gelben Plakette für die Schadstoffklasse 3 und Rot für Klasse 2. Die Mitarbeiter im Kfz-Meisterbetrieb informieren nach einem Blick in den Fahrzeugschein oder die Zulassungsbescheinigung Teil 1 darüber, in welche Schadstoffklasse das Fahrzeug einzuordnen ist und verkleben auch gleich die Umweltplakette an der richtigen Stelle hinter der Windschutzscheibe. Schadstoffklasse 1 erhält allerdings keine Plakette und muss draußen bleiben.


Versetzen Sie Ihr Auto in eine höhere Klasse

Doch es gibt eine Alternative zur Fahrt in die Innenstadt mit Bus und Bahn – die Aufrüstung mit einem Rußfilter. In allen Kfz-Betrieben können Nachrüstsätze eingebaut werden. Das geht schnell und wird sogar steuerlich belohnt: Alle Autofahrer, die ihren Diesel mit einem Filter ausstatten lassen, erhalten eine steuerliche Förderung von 330 Euro, die mit der nächsten Kfz-Steuer verrechnet wird. Wenn die einbauende Werkstatt ein anerkannter AU-Betrieb ist, stellt sie auch gleich eine Bescheinigung zur Vorlage bei der Zulassungsstelle aus und erspart damit einen Amtweg. Besitzer von alten und neuen Diesel-Fahrzeugen ohne Filter müssen dagegen einen Aufschlag auf die Kfz-Steuer von 1,20 Euro je 100 Kubikzentimeter Hubraum zahlen. Zwei weitere gute Gründe für den Einbau eines Filters: Sie schützen die Umwelt und steigern den Wiederverkaufswert Ihres Autos!

 

Wenn der Filter nicht filtert …

Über fehlerhafte Rußpartikelfilter wird aktuell diskutiert. Tests haben erwiesen, dass Nachrüstpartikelfilter dreier Hersteller nicht ordnungsgemäß funktionieren. Betroffene Autofahrer sollten daher das Angebot der Kfz-Meisterbetriebe zum kostenlosen Austausch schnellstmöglich nutzen. Für siebzig Prozent der auszutauschenden Filtersysteme gibt es Ersatz im Markt. Das Deutsche Kfz-Gewerbe hat eine Bescheinigung für den Fall erarbeitet, dass es Lieferschwierigkeiten gibt. Der Gutschein wird von dem Kfz-Meisterbetrieb überreicht und gewährleistet den kostenlosen Austausch zu einem späteren Termin.

 

Kostenloser Expertenrat am Telefon

Warum gibt es drei Plakettenfarben? Was kostet der Einbau eines Rußfilters? Sind auch Anwohner von den Fahrbeschränkungen in der Umweltzone betroffen? Erhalte ich für meinen Oldtimer eine Plakette? Ich habe in mein Dieselfahrzeug einen Filter einbauen lassen, der aber nicht die geforderte Reduzierung des Partikelausstoßes leistet – an wen kann ich mich wenden? Diese und alle weiteren Fragen zum Thema beantworten Ihnen die Experten unserer Lesertelefonaktion – kompetent und kostenfrei:

 

·                    Wilhelm Hülsdonk, Vizepräsident im Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Bonn

·                    Hans-Walter Kaumanns, Technischer Referent beim ZDK, Bonn

·                    Barbara Göppel, Projektassistenz Deutsche Umwelthilfe e. V, Radolfzell

·                    Thomas Marx, Verkaufsleiter TWINTEC Technologie GmbH, Königswinter

·                    Jürgen Kopruch, Forschung und Entwicklung Diesel-Partikelfilter und Regeneration, HJS, Menden

·                    Frank Nestroi, Leiter des Geschäftsbereichs Aftermarket, HJS, Menden

 

Rufen Sie an: Am Donnerstag, den 24. Januar von 10 bis 17 Uhr.

Gebührenfreie Hotline: 0800 – 5 33 22 11.