Diese Texte konnten Sie lesen in der BAB 4/08

 

Neujahrsempfang und Verabschiedung von Bürgermeister Wolfgang Thamm

 

Fredersdorf-Vogelsdorf (wt) Der Neujahrsempfang stand ganz im Zeichen der Verabschiedung von Bürgermeister Wolfgang Thamm, der nach 14-jähriger Amtszeit am 31. Januar 2008 vorzeitig in den Ruhestand geht. „Ich war sehr gern Ihr Bürgermeister“, mit diesen Worten verabschiedete sich Wolfgang Thamm von der zahlreich erschienenen Zuhörerschar. Vertreter aus Wirtschaft, Kirche, Institutionen und Vereinen waren ebenso gekommen wie Justizministerin Beate Blechinger (CDU), Landtagsvizepräsidentin Gerlinde Stobrawa (Linke), die Landtagsabgeordneten Jutta Lieske (SPD) und Dierk Homeyer (CDU), Landrat Gernot Schmidt (SPD), Kreistagsabgeordnete und Gemeindevertreter.

Gemeindevorsteher Dr. Siegfried Völter hob die beeindruckende Entwicklung der Gemeinde in Wolfgang Thamms Amtszeit hervor. So hat sich die Einwohnerzahl in dieser Zeit nahezu verdoppelt, 20 Kilometer Straßen wurden gebaut und bedeutende Mittel in die Schulzentren Nord und Süd, die Feuerwehren und Gewerbegebiete investiert. Dr. Völter hob die Kontaktfreudigkeit, Gastfreundschaft und Zielstrebigkeit hervor. „Der scheidende Bürgermeister hat großen Anteil am Ausbau der Beziehungen zur Partnerstadt Marquett-lez-Lille sowie zum englischen Sleaford, dem rumänischen Samcuta Mare und dem polnischen Swarzedz“, sagte Dr. Völter. Zur Erinnerung überreichte er ein von Karin Bethin gemaltes Bild von der Fließstraße. Die Straße steht als Symbol der Vereinigung der beiden Gemeinden Fredersdorf und Vogelsdorf.

Landrat Gernot Schmidt sieht, mit Blick auf den neuen Bürgermeister Dr. Uwe Klett (Linke), die Gemeinde in sicherem Fahrwasser. An Wolfgang Thamm gerichtet führte er aus: „Das Ruder kann an Dr. Klett übergeben werden. Sie können stolz auf das Erreichte sein. Mit ihrer ruhigen, sachlichen und besonnenen Art haben sie die kommunalen Probleme und Meinungsverschiedenheiten mit der Gemeindevertretung, die sich in Fredersdorf-Vogelsdorf, wie in der Bundesrepublik insgesamt, wie in einem Brennglas bündelten, gelöst. In ihrer Gemeinde hat die Kommunalaufsicht die Kreisumlage redlich verdient“.

In herzlichen Worten bedankte sich der Bürgermeister von Marquette-lez-Lille, Jean Delebarre, für den Ausbau der Beziehungen zwischen den beiden Städten und sprach an den neuen Bürgermeister die Erwartung aus, daß dieser Prozess seine Fortsetzung findet. Pfarrer Rainer Berkholz sowie zahlreiche Vertreter von Vereinen, aber auch Privatpersonen verabschiedeten ihren Bürgermeister und wünschten ihm für den Ruhestand alles Gute.

Zum Abschluss des offiziellen Teils zeichnete Wolfgang Thamm verdienstvolle Feuerwehrleute aus. Er dankte nochmals allen Ehrenamtlern für ihre Arbeit und seiner Frau Ingelore für ihr Verständnis.

 

 

CDU-Ortsverband hat neue Spitze

 

Fredersdorf-Vogelsdorf (wt) Der CDU-Ortsverband hat am 14. Januar einen neuen Vorstand gewählt. Sören Sindermann (36) steht nun an der Spitze. Als erster Stellvertreter wurde der Fraktionschef in der Gemeindevertretung Dirk Juhnke gewählt, zweiter Stellvertreter ist Torsten Paulus. Weitere Funktionen bekleiden: Katrin Lindner, Schriftführerin, Simone Sindermann, Schatzmeisterin, Beisitzer sind Matthias Murugiah und Hans-Jürgen Hermes.

Arco Auschner war nicht mehr angetreten. Er will sich als Gemeindevertreter und Vorsitzender des Ortsentwicklungs- und Bauausschusses noch mehr kommunalpolitischen Fragen widmen.

Dem Ortsverband gehören ca. 40 Mitglieder an.

 

 

Liberale stimmen sich auf Kommunalwahlkampf ein  

 

Strausberg (wt) Die FDP will bei den Kommunalwahlen im Herbst stark vor Ort sein und mit einem vergrößerten Stimmenanteil eine schlagkräftige Opposition aufbauen. Dies erklärte die Landes- und Kreisspitze der Partei am Samstag zum Neujahrsempfang. Ein zentrales Thema wird das Eintreten gegen den „Demokratieabbau“ sein, den die Brandenburger Koalition mit der Verabschiedung der neuen Kommunalverfassung eingeleitet habe. Sie sieht vor, daß Fraktionen erst mit einer Stärke von vier Abgeordneten gebildet werden können. Damit würde den Liberalen die Hälfte ihrer Fraktionen genommen.

In Märkisch-Oderland geht es nach den Worten von Heiko Krause um einen „Klimawandel“. Die FDP lehnt ein weiteres Anwachsen des Haushaltsdefizits genau so ab, wie eine Erhöhung der Kreisumlage. Ein Schwerpunktthema soll die Bildungspolitik sein. Weitere Schwerpunkte wird der Kreisparteitag im März im März vorgeben.

 

 

Sozialverband berät über Versicherungen

 

Strausberg (BAB) Zu einem Informationsgespräch empfing Bürgermeister Hans Peter Tierfeld am Dienstag den Vizepräsidenten des  Sozialverbandes Deutschland, Lothar Dufke, sowie weitere Verbandsvertreter im Rathaus. Die Gäste erörterten ihr Angebot zu allen Fragen der Sozialversicherung in der Stadt und über die Unterstützung ihrer Mitglieder  bezüglich der Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung sowie der Altersvorsorge und der Sozialhilfe, insbesondere auch zu Harz IV. Der Kreisverband hat seine Geschäftsstelle in der ProCurand Seniorenresidenz am Straussee, wo wöchentlich kostenlose Bürgerberatungen auch für Nichtmitglieder durchführt werden. In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Mitgliederzahl sowohl im Ortsverband Strausberg als auch im  Kreisverband MOL stetig erhöht, hieß es aus dem Sozialverband. Sie werteten dies als Beweis für bürgernahe Arbeit in der Beratung aber auch in Klageverfahren, die für die Mitglieder durch den Verband bis zur höchsten Instanz begleitet werden. (Fragen zur Mitgliedschaft werden beantwortet unter Tel. 03341 - 30 79 35

oder per  E-Mail an SOVDSRBMOL@aol.com).

 

 

„Das letzte Gericht“ von Richard Fasten in der „Fähre“

 

Strausberg (BAB) Das Restaurant „Zur Fähre“ und die Stadtbibliothek Strausberg laden am 22. Februar (Einlaß um 18 Uhr) zu einem literarischen Abend ein. Zu Gast ist der Berliner Autor  Richard Fasten, der spannende Geschichten aus seinem Buch „Das letzte Gericht“ vorliest. Darin fabuliert er über Prominente und ihre letzten Mahlzeiten. Passend zum Thema wird ein Menü serviert. Das alles kann man für 20 Euro genießen.

 

 

Sie haben Spaß am Tanzen ohne Streß

 

Die Line-Dancer wurden jetzt Mitglied der SG Grün-Weiß Rehfelde

Rehfelde (BAB) Als siebente Sektion sind seit Beginn des Jahres die Line-Dancer unter dem Dach der SG Grün-Weiß Rehfelde organisiert. Schon seit fast einem Jahr trainieren die Tänzerinnen regelmäßig im Sportlerheim. Immer freitags ab 18 Uhr üben die Kids und ab 19.30 Uhr die Fortgeschrittenen Schrittkombinationen, Hüftschwung und synchronen Drehungen.  Wenn man den Rehfelder Line-Dancern zuschaut, spürt man eines ganz genau: Es macht ihnen unglaublich viel Spaß. Über Altersgruppen hinweg ist es die Freude an der rhythmischen Bewegung, die sie zusammenführt. Musikalische Vorlieben werden akzeptiert und neue Tänze einstudiert. Koordinationsfähigkeit ist gefragt, denn die schnellen Bewegungen der Füße müssen zuerst durch den Kopf hindurch. Unter Leitung von Annett Jackisch und Nadine Linke funktioniert dies hervorragend. Derzeit sind es in Rehfelde vorrangig weibliche Wesen, die „dieses Zucken in den Füßen“ spüren. Aber ganz ohne Männer geht es nicht. Was wären die Mädels ohne tatkräftige technische Unterstützung und die beim Tragen der Boxen notwendige Muskelkraft von Knuth Jackisch? - Die gute Seele der Gruppe ist ein Mann.

Die „ Crazy Basement Liners“ nennen sich die Sportler, da ihre allerersten Übungsstunden im Keller stattfanden. „Wir möchten ohne Stress Spaß am Tanzen haben“, so das Credo von Nadine Linke. Einzelstarts oder das Teilnehmen an großen Turnieren seien deshalb nicht geplant, dafür aber gemeinsame Veranstaltungen mit anderen Line-Dancern, zum Beispiel am 2. Februar, 20 Uhr im Rehfelder Sportlerheim. Zuschauer sind herzlich willkommen.

Vielleicht geht es ja anderen auch so wie Annett Jackisch: „Ich habe Line-Dance gesehen und wollte sofort mitmachen“. Das war der Beginn einer Leidenschaft zum Sport, zum Tanz und zur Musik. Neugierige Mädchen und Jungen sowie Damen und Herren sind herzlich eingeladen zum „Schnuppern“ und Mitmachen, immer freitags ab 18 Uhr im Rehfelder Sportlerheim.

Kerstin Kräusche

 

 

Planspiel Börse mit silbernem Jubiläum und Teilnehmerrekord

 

Die Sparkasse Märkisch-Oderland gratulierte drei Teams aus Strausberg zu ihrem Gewinn  

Strausberg (ioe) Das Planspiel Börse der Sparkasse Märkisch-Oderland, das im vergangenen Jahr zum 25. Mal ausgelobt wurde, blieb bis zum Schluß spannend. Zur Halbzeit hatten noch Oberschüler aus Bad Freienwalde und Seelow die Nase vorn. Doch letztendlich gingen die Auszeichnungen, die mit Bargeld in Höhe von 250, 150 bzw. 100 Euro belohnt wurden, allesamt nach Strausberg. Zusätzlich zu den Preisgeldern für die Teams gab es von der Sparkasse gleiche Summen für die Schulkasse. Sorgfältig verstauten alle ihre Zertifikate, denn diese können bei Bewerbungen um Ausbildungsplätze vorgelegt werden. 

Platz 1 belegten die „Aktienhaie Revolution“ vom Oberstufenzentrum gefolgt von den „Los Toskanos“ des Theodor-Fontane-Gymnasiums. Den 3. Platz erreichte ebenfalls eine Schülergruppe des Oberstufenzentrums, die sich unter dem Namen „Die Dönertiere“ am Börsenlernspiel beteiligten.

„Für uns war in erster Linie nicht entscheidend, ob unter dem Strich ein Gewinn oder Verlust stand. Wichtiger ist das Anliegen junge Leute zu ermuntern, sich für den Kapitalmarkt und das Wirtschaftsgeschehen zu interessieren“, erläuterte Reinhard Kampmann, Vorstandsmitglied der Sparkasse Märkisch-Oderland. Die Rechnung ging auf. 2007 gab es neben dem silbernen Jubiläum des Planspiels Börse einen Rekord von über 560 teilnehmenden Schülern und anderen Spielern.

Die beiden Auszubildenden Sebastian Juhre und Juliane Porsch (2. Lehrjahr) belegten beim Planspiel Börse in Brandenburg Platz 1, bundesweit rangieren sie an vierter Stelle.

 

 

Tischtennis vom Feinsten in der Gartenstadthalle

 

Neuenhagen (e.n.) Was für ein großer Moment für den 15-jährigen Willi Grieger als er gegen den Weltklasse-Tischtennis-Spieler Milan Orlowski antreten durfte. Das Talent von Rot-Weiß Neuenhagen gab nach dem Match zu, dass er erstens noch nie vor einer so großen Kulisse (knapp 300 Zuschauer in der Gartenstadthalle Neuenhagen) gespielt hatte, und dass er zweitens gegen eine solche Ikone des Tischtennissport auch ein wenig aufgeregt war. Im zweiten Einzel durfte Mike Hätscher, ebenfalls Rot-Weiß Neuenhagen gegen Jindrich Pansky antreten. Er konnte dem haushohen Favoriten sogar einen Satz abnehmen.

Doch nach dieser temporeichen Einführung gab es dann die eigentliche Tischtennis-Show der beiden Prager Sportler. Milan Orlowski unter anderem zweifacher Europameister und Vizeweltmeister im Doppel und sein Partner Jindrich Pansky, zweifacher Vizeweltmeister im Doppel und Mixed, zeigten Tischtennis vom Feinsten. Beide sind mehrfache Meister ihres Heimatlandes und was sie am Tisch boten, löste wahre Begeisterungsstürme bei den Zuschauern aus. Beide Spieler sind heute noch aktiv und spielen für den SV Mühlhausen in der 2. Bundesliga. In ihrer Show zeigten sie, was alles mit dem knapp 40 Millimetergroßen Zelluloidball möglich ist. Und als wenn es das Einfachste auf der Welt ist, schmetterten sie, spielten sich die Bälle als Kopfbälle zu, standen zeitweise auf dem Tische und zauberten die unglaublichsten Ballwechsel.

„So etwas habe ich noch nie gesehen“, freute sich Ellen Potylea, die aus Joachimsthal nach Neuenhagen gekommen war. „Ich spiele selbst Freizeit-Tischtennis bei Ajax Köpenick bei den 50-Plus und bin total begeistert.“

Die Show dauerte insgesamt fast zwei Stunden und keiner in der Halle wird diesen Abend wohl so schnell vergessen.

 

 

TSGL Schöneiche bleibt auch weiter erfolgreich im Konzert der Großen

 

Schöneiche (e.n.) Wer hochkarätigen Sport in unserer Region sehen möchte, für den stehen in erster Linie Adressen wie die des MTV Altlandsberg (2. Bundesliga Handball Frauen) oder die Fußballer des FC Strausberg in der Brandenburgliga. In Schöneiche gibt es gleich zwei wichtige Vereine. Das sind die Fußballer von Germania Schöneiche, die sich in der Oberliga inzwischen etabliert haben, sowie die Volleyballer der TSGL Schöneiche, die sich als Aufsteiger in die 2. Bundesliga, in dieser Spielklasse sehr gut behaupten.

Dieser Aufstieg wurde nach einer großartigen Saison in der Regionalliga, es gelang als damaliger Aufsteiger ein Durchmarsch und somit der erneute Aufstieg, beim abschließenden Aufstiegsturnier in Windeck (Nordrhein-Westfalen) der vier Regional-Meister Nord, Nordost, Nordwest und West besiegelt. Das war im April 2007 und begründete gleichzeitig das erfolgreichste Jahr in der Vereinsgeschichte überhaupt.

Doch der Sprung in die 2. Volleyball-Bundesliga ist den Schöneichern gut bekommen. Zunächst begann das Abenteuer 2. Bundesliga mit einem Rückschlag, denn der Erfolgstrainer und Spieler Sven Dörendahl verließ den Verein in Richtung Bad Dürrenberg, um dort in der 1. Bundesliga aktiv zu werden. Seit Saisonbeginn ist Kurt Radde Trainer der Mannschaft und mit dem ehemaligen DDR-Nationaltrainer (von 1975 bis 1978) setzte sich auch der Erfolg weiter fort.

Jüngster Erfolg der Herren war das Spiel gegen den Spitzenreiter TSV Giesen/Hildesheim vor knapp 300 Zuschauern in der Lehrer-Paul-Bester-Halle. In einem packenden Match besiegten die Männer aus Schöneiche den Favoriten mit 3:2 Sätzen und liegen nunmehr in der Tabelle auf Platz sechs. Volleyball ist heute eine der schnellsten Ballsportarten überhaupt und ist zudem für den Zuschauer sehr attraktiv. Auch dieses Spiel war wieder ein ganz besonderer Leckerbissen.

Der TSGL Schöneiche wurde übrigens am 6. August 1990 gegründet. Der vollständige Name des Vereins lautet: „Turn- und Sportgemeinschaft Landbau Schöneiche e.V.“ Der Verein ist aus der BSG Landbau Schöneiche hervorgegangen. Unter diesem Namen ist in den Annalen der Sportgeschichte schon einmal eine Mannschaft sehr erfolgreich gewesen. Sie spielte zu DDR-Zeiten in der 2.Volleyball-Oberliga.

Heimstätte des Vereins ist die Lehrer-Paul-Bester-Halle. Die Turnhalle ist benannt nach Paul Bester. Alfred Paul Ewald Bester war Lehrer in Schöneiche. Er lebte um 1900 in Schöneiche und unterrichtete von 1902 bis 1905 in der Kleinschönbecker Schule. Er fühlte sich mit dem Gemeindeleben sehr verbunden. Er hatte mehr als 40 Jahre das Flurstück in der Dorfaue gepflegt, auf die Sport- und Mehrzweckhalle heute steht.

 

Die weiteren Spiele der TSGL Schöneiche  in der 2. Volleyball-Bundesliga: 

Sa. 26.01.2008, 16 Uhr  SV Warnemünde vs. TSGL Schöneiche

Sa. 16.02.2008 20 Uhr   SSF Fortuna Bonn vs. TSGL Schöneiche

So. 24.02.2008  14 Uhr  TSGL Schöneiche vs. USC Braunschweig 

So. 02.03.2008 16 Uhr Berliner TSC vs. TSGL Schöneiche

So. 16.03.2008  14 Uhr  TSGL Schöneiche vs. Eimsbütteler TV

So. 30.03.2008 14 Uhr  TSGL Schöneiche vs. Volleyball-Internat Frankfurt/Main

Sa. 05.04.2008 19 Uhr 1.FC Windeck vs. TSGL Schöneiche

So. 13.04.2008  14 Uhr  TSGL Schöneiche vs. VCB Tecklenburger Land

Sa. 19.04.2008 19.30 Uhr VV Humann Essen vs. TSGL Schöneiche 

 

 

Eisbahn Marzahn/Hellersdorf

 

(e.n.) Auch wenn der Kalender verrät, dass wir eigentlich mitten im Winter sind, die Temperaturen lassen etwas ganz anderes vermuten. Trotzdem wurde auch in diesem Jahr wieder die Kunst-Eisbahn im Zentrum von Berlin-Hellersdorf, auf dem Alice-Salomon Platz, eröffnet. Ein toller Spaß, auch wenn vorerst keine Flocken vom Himmel fallen.

Das Unternehmen Bergmann Eventgastronomie hat die etwa 700 Quadratmeter große Eisfläche aufgebaut und hofft nunmehr auf sinkende Temperaturen. „Wir können zwar ständig eine Eisfläche garantieren, doch mit steigenden Temperaturen steigen auch die Betriebskosten. Wir müssen rund um die Uhr die Anlage im Betrieb halten und das kostet in erster Linien eine Menge elektrischer Energie“, erklärt Peter Domke, Mitorganisator und Mitveranstalter.

Den ersten Gästen war es egal. Für sie hieß es, Schlittschuhe anziehen und los. Vom 18. Januar an bis 9. März können Jung und Alt täglich zwischen 10 und 22 Uhr ihre Runden drehen. Jeweils um 10, 12, 14, 16, 18 und 20 Uhr sind 90 Minuten Eislaufspaß garantiert. 90 Minuten Eislaufen kosten 2,50 Euro. Wer noch keine eigenen Schlittschuhe hat, kann sich diese für 2,50 Euro mieten. Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle ließ es sich nicht nehmen, die neue Attraktion mitten im Herzen von Hellersdorf mit zu eröffnen. Axel Mews, Geschäftsführer vom Media-Markt im Kaufpark Eiche freut sich schon auf die Firmenveranstaltung. „Im vergangenen Jahr waren alle Mitarbeiter total begeistert. Ein Ausflug, den keiner vergessen hatte“, sagte er am Rand der Eisflächen. Einer der Ersten auf dem Eis war Centermanager der Hellen Mitte, Sören Sydow. „Schön dass wir das auch in diesem Jahr unseren Gästen anbieten können

Die Anlage stand in der Adventszeit auf dem Potsdamer Platz in Mitte. Auch die Imbissbuden und Glühweinstände zogen mit nach Hellersdorf. Bei einer Pause oder für die, die sich nicht aufs Eis wagen, werden Glühwein, Crepès und Bratwurst geboten. In den nächsten Wochen stehen zudem zahlreiche Veranstaltungen rund um die Eisbahn, so u. a. Glühweinpartys, Shows mit prominenten Überraschungsgästen aus dem Sportbereich, Eishockeyturniere und Schlittschuhlaufkurse an.

Für die Kinder aus dem Bezirk, aber auch aus dem gesamten Umland, haben sich die Veranstalter eine ganz besondere Überraschung einfallen lassen: Täglich an den Wochentagen, in der ersten Laufzeit, von 10 bis 11.30 Uhr, steht die Eisbahn Gruppen von Schulen, Kindergärten oder anderen Kindereinrichtungen kostenlos zur Verfügung. Wer keine eigenen Schlittschuhe besitzt, muss lediglich die Leihgebühr für die Schlittschuhe in Höhe von 2,50 Euro bezahlen. Um einen reibungslosen Ablauf garantieren zu können, sollten hier unbedingt Reservierungen vorgenommen werden. Dazu steht die Hotline 0163-5654121 ab sofort zur Verfügung.

 

 

TSGL Schöneiche bleibt auch weiter erfolgreich im Konzert der Großen

 

Schöneiche (e.n.) Wer hochkarätigen Sport in unserer Region sehen möchte, für den stehen in erster Linie Adressen wie die des MTV Altlandsberg (2. Bundesliga Handball Frauen) oder die Fußballer des FC Strausberg in der Brandenburgliga. In Schöneiche gibt es gleich zwei wichtige Vereine. Das sind die Fußballer von Germania Schöneiche, die sich in der Oberliga inzwischen etabliert haben, sowie die Volleyballer der TSGL Schöneiche, die sich als Aufsteiger in die 2. Bundesliga, in dieser Spielklasse sehr gut behaupten.

Dieser Aufstieg wurde nach einer großartigen Saison in der Regionalliga, es gelang als damaliger Aufsteiger ein Durchmarsch und somit der erneute Aufstieg, beim abschließenden Aufstiegsturnier in Windeck (Nordrhein-Westfalen) der vier Regional-Meister Nord, Nordost, Nordwest und West besiegelt. Das war im April 2007 und begründete gleichzeitig das erfolgreichste Jahr in der Vereinsgeschichte überhaupt.

Doch der Sprung in die 2. Volleyball-Bundesliga ist den Schöneichern gut bekommen. Zunächst begann das Abenteuer 2. Bundesliga mit einem Rückschlag, denn der Erfolgstrainer und Spieler Sven Dörendahl verließ den Verein in Richtung Bad Dürrenberg, um dort in der 1. Bundesliga aktiv zu werden. Seit Saisonbeginn ist Kurt Radde Trainer der Mannschaft und mit dem ehemaligen DDR-Nationaltrainer (von 1975 bis 1978) setzte sich auch der Erfolg weiter fort.

Jüngster Erfolg der Herren war das Spiel gegen den Spitzenreiter TSV Giesen/Hildesheim vor knapp 300 Zuschauern in der Lehrer-Paul-Bester-Halle. In einem packenden Match besiegten die Männer aus Schöneiche den Favoriten mit 3:2 Sätzen und liegen nunmehr in der Tabelle auf Platz sechs. Volleyball ist heute eine der schnellsten Ballsportarten überhaupt und ist zudem für den Zuschauer sehr attraktiv. Auch dieses Spiel war wieder ein ganz besonderer Leckerbissen.

Der TSGL Schöneiche wurde übrigens am 6. August 1990 gegründet. Der vollständige Name des Vereins lautet: „Turn- und Sportgemeinschaft Landbau Schöneiche e.V.“ Der Verein ist aus der BSG Landbau Schöneiche hervorgegangen. Unter diesem Namen ist in den Annalen der Sportgeschichte schon einmal eine Mannschaft sehr erfolgreich gewesen. Sie spielte zu DDR-Zeiten in der 2.Volleyball-Oberliga.

Heimstätte des Vereins ist die Lehrer-Paul-Bester-Halle. Die Turnhalle ist benannt nach Paul Bester. Alfred Paul Ewald Bester war Lehrer in Schöneiche. Er lebte um 1900 in Schöneiche und unterrichtete von 1902 bis 1905 in der Kleinschönbecker Schule. Er fühlte sich mit dem Gemeindeleben sehr verbunden. Er hatte mehr als 40 Jahre das Flurstück in der Dorfaue gepflegt, auf die Sport- und Mehrzweckhalle heute steht.

 

 

Tischtennis vom Feinsten in der Gartenstadthalle

 

Neuenhagen (e.n.) Was für ein großer Moment für den 15-jährigen Willi Grieger als er gegen den Weltklasse-Tischtennis-Spieler Milan Orlowski antreten durfte. Das Talent von Rot-Weiß Neuenhagen gab nach dem Match zu, dass er erstens noch nie vor einer so großen Kulisse (knapp 300 Zuschauer in der Gartenstadthalle Neuenhagen) gespielt hatte, und dass er zweitens gegen eine solche Ikone des Tischtennissport auch ein wenig aufgeregt war. Im zweiten Einzel durfte Mike Hätscher, ebenfalls Rot-Weiß Neuenhagen gegen Jindrich Pansky antreten. Er konnte dem haushohen Favoriten sogar einen Satz abnehmen.

Doch nach dieser temporeichen Einführung gab es dann die eigentliche Tischtennis-Show der beiden Prager Sportler. Milan Orlowski unter anderem zweifacher Europameister und Vizeweltmeister im Doppel und sein Partner Jindrich Pansky, zweifacher Vizeweltmeister im Doppel und Mixed, zeigten Tischtennis vom Feinsten. Beide sind mehrfache Meister ihres Heimatlandes und was sie am Tisch boten, löste wahre Begeisterungsstürme bei den Zuschauern aus. Beide Spieler sind heute noch aktiv und spielen für den SV Mühlhausen in der 2. Bundesliga. In ihrer Show zeigten sie, was alles mit dem knapp 40 Millimetergroßen Zelluloidball möglich ist. Und als wenn es das Einfachste auf der Welt ist, schmetterten sie, spielten sich die Bälle als Kopfbälle zu, standen zeitweise auf dem Tische und zauberten die unglaublichsten Ballwechsel.

„So etwas habe ich noch nie gesehen“, freute sich Ellen Potylea, die aus Joachimsthal nach Neuenhagen gekommen war. „Ich spiele selbst Freizeit-Tischtennis bei Ajax Köpenick bei den 50-Plus und bin total begeistert.“

Die Show dauerte insgesamt fast zwei Stunden und keiner in der Halle wird diesen Abend wohl so schnell vergessen.