Diese Texte konnten Sie lesen in der
BAB 8/08:
Meldungen aus der
Gemeinde Schöneiche
Kommunalwahlen in Schöneiche
Der Wahltermin der Kommunalwahlen wurde für den
28.September festgelegt. Die Vorbereitungen dazu haben in der Verwaltung
begonnen. An diesem Tag entscheiden die Bürger über die Kreistage und die Stadtverordnetenversammlungen
in den kreisfreien Städten, die Gemeindevertretungen
und die Stadtverordnetenversammlungen der kreisangehörigen Städte, die ehrenamtlichen
Bürgermeister –
sie sind ausschließlich in amtsangehörigen Gemeinden
tätig – und zwar für die gleiche Zeitperiode wie die Gemeindevertretung (das
hießt, diesmal bis zum Jahre 2014. Im Jahr 2014 wird die Kommunalwahl mit der
Europawahl zusammengelegt). Weiterhin werden die Ortsteilvertretungen
(direkt von den Bürger/-innen) gewählt, falls in
Gemeinden Ortsteile bestehen, die eine Ortsteilvertretung wählen (dies regelt
die Hauptsatzung der Gemeinde und hängt auch davon ab, ob für den Ortsteil
aussichtsreiche Kandidaten für die Wahl zur Verfügung stehen). Eine
Ortsteilvertretung besteht entweder aus einem einzelnen, direkt gewählten Ortsvorsteher
oder aus einem von den Bürger/-innen des Ortsteiles
gewählten Ortsbeirat, der aus seiner Mitte heraus
einen Ortsvorsteher wählt.
In Vorbereitung der Wahlen ist eine Sondersitzung der
Gemeindevertretung vor dem 7. Mai erforderlich. Vorgesehen ist der 16. April
Schöffen gesucht
Noch
bis zum 7. März können sich Bürgerinnen und Bürger für das Schöffenamt in
Erwachsenenstrafsachen bewerben.
Zahlen aus der
Gemeinde
Per 31.12.07 wurden 786 Kinder in den Kindertagesstätten der
Gemeinde Schöneiche betreut. Davon waren 95 im Krippen- und 328 im
Kindergartenalter. 26 Schöneicher Kinder waren im Landkreis Märkisch-Oderland
und 21 Kinder in anderen Gemeinden des Landkreises Oder-Spree untergebracht. 46
Kinder aus anderen Gemeinden besuchten Schöneicher Einrichtungen, insbesondere
die beiden Schulhorte.
Zum 31.12.07 waren in unserer Gemeinde 12.131 Einwohner mit
Hauptwohnung und 857 Einwohner mit Nebenwohnung gemeldet. Insgesamt waren 813
Anmeldungen und 604 Abmeldungen im Jahr 2007 zu verzeichnen. Des Weiteren
wurden 86 Geburten und 121 Sterbefälle vermerkt
Für
den Neubau der Kindertagesstätte Grätzsteig 11A erfolgt derzeit die öffentliche
Ausschreibung nach VOB/A, Submission ist am 4.März. Baubeginn soll am 1.April
sein und das Bauende ist für den 31. Januar 2009 vorgesehen. Die Baugenehmigung
liegt vor. Die Zertifizierung der Planung als Passivhaus läuft noch, jedoch
gehen wir davon aus, dass sie erfolgen wird. Der
Heizwärmebedarf liegt jedenfalls deutlich unter 15 kW/m²a.
Straßenunterhaltung:
Derzeitig
wird die Neuprofilierung von unbefestigten Straßen durch den Einsatz eines
Straßenhobels vorbereitet. Die Arbeiten sollen je nach Witterungslage im März/
April 2008 zur Ausführung kommen. Unter anderem ist der Einsatz in folgenden
Straßen geplant:
·
Schillerstraße
·
Herzfelder
Straße
·
Hennickendorfer
Straße
·
Neuenhagener Straße
·
Fredersdorfer
Straße
·
Heinz- Oberfeld-
Straße
·
Hannestraße
Erschließung Wohngebiet „Grätzwalde Ost“
Mit
der Herstellung der Heinestraße und des Grünen Wegs sollen in diesem Jahr die
2002 begonnenen Erschließungsmaßnahmen im Wohngebiet „Grätzwalde-Ost“
abschließend umgesetzt werden. Die planerische Vorbereitung des Bauabschnitts
ist abgeschlossen, entsprechend der Beschlussfassung
der Gemeindevertretung zum Haushaltsplan 2008 wurden die Bauleistungen
öffentlich ausgeschrieben. Die Angebotsfrist dieser Ausschreibung dauert noch
an und endet am 5. März. Bei
erfolgreichem Abschluss des Vergabeverfahrens
soll mit der Ausführung der Straßenbauarbeiten planmäßig am 21.April begonnen werden.
Mitteilung des Schöneicher
Bürgermeisters Heinrich Jüttner
Ehrenamtlich
für das Gemeinwesen wirken, das verdient Anerkennung
In
der Gemeinde Schöneiche bei Berlin gibt es sehr viele Menschen, die sich - oft
im Verborgenen - in allen Bereichen unseres Gemeinwesens ehrenamtlich
engagieren, z. B. Sportvereine, Freizeitsport, Betreuung von alten oder kranken
Menschen, Kinder- und Jugendarbeit, Kultur, Musik und Kunst, Denkmalschutz,
Heimatpflege, Natur- und Umweltschutz, Tourismus, Wirtschaftsförderung,
Gesundheit, Tierschutz, Sicherheitsverein, Freiwillige Feuerwehr, Frauenverein,
Integration von Flüchtlingen usw. Zum Heimatfest 2008 sollen Schöneicherinnen
und Schöneicher öffentlich für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement
gewürdigt werden. Alle Schöneicherinnen und Schöneicher können Vorschläge
machen. Schriftliche Vorschläge mit Vornamen und Namen (gut lesbar!), einer
kurzen Begründung, der Angabe des Geburtsdatums und der Anschrift des
Vorgeschlagenen zum Grund der Auszeichnung sollen spätestens bis 31. März 2008
in der Gemeindeverwaltung beim Bürgermeister, Herrn Jüttner,
Brandenburgische Straße 40, 15566 Schöneiche bei Berlin, vorliegen. Ihre
Rückfragen richten Sie bitte an den Bürgermeister (Tel. 030 – 64 33 04 104).
„Glück entsteht oft durch
Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner
Dinge.“ (Wilhelm Busch, 15. April
1832 bis 9. Januar 1908)
Schöneiche (e.n.) Wilhelm Busch war ein außergewöhnlicher und sehr
facettenreicher Künstler. Von ihm sind eigentlich nur seine
Lausbubengeschichten wirklich bekannt. Aber er war ein Poet, er war ein
Zeichner, der gern auch satirische Illustrationen erstellte, und er war vor
allem ein kritischer Beobachter seiner Zeit.
Busch
hat einmal gesagt: „Es scheint wunderlich; aber weil Andere über mich
geschrieben, muss ich´s
wohl auch einmal tun“. Mit diesen Worten schrieb er gleich zwei knappe Biografien über sich selbst, die der Nachwelt zum Glück
mehr über den sehr zurückgezogen lebenden Mann hinterließen.
Doch
nicht nur geschrieben wurde über ihn. Unter dem schönen aber durchaus
bezeichnenden Titel „Stets findet Überraschung statt, da, wo man´s nicht erwartet hat“, haben die Moderatorin Gisela M. Gulu, Komponist Armin Baptist und der Berliner Schauspieler
Hannes Ducke ein Programm mit ergötzlichen und ersprießlichen Geschichten von
und über Wilhelm Busch erstellt und es in der Schöneicher Schlosskirche
mit musikalischer Begleitung vorgetragen. „Wir begehen 2008, übrigens war im
Jahr 2007 sein 175. Geburtstag, den 100. Todestag eines großen deutschen
Dichters, von dem leider nur ein Teil seines gesamten Schaffen auch bekannt
ist.“
Gisela
M. Gulu hatte die literarische Bearbeitung für das
Programm übernommen, das durch die durchweg eigene Kompositionen von Armin
Baptist am Klavier auch musikalisch zum Genuss wurde.
Interpretiert wurden Stücke, bei denen natürlich die beiden wichtigsten Helden
von Wilhelm Busch, Max und Moritz, auch eine Rolle spielten, durch Gesang und
den gestenreichen Vortrag von Hannes Ducke.
Es
sind Geschichten zum Schmunzeln oder Nachdenken, die sich auch heute noch durch
erstaunliche Aktualität, Humor und Schadenfreude sowie durch einen Schuss Doppelmoral auszeichnen.
Gisela
M. Gulu und ihr musikalischer Begleiter Armin Baptist
bereiten derzeit eine weiteres Programm vor. In diesem
steht dann der Schriftsteller, Kabarettist und Maler Joachim Ringelnatz im
Mittelpunkt.
„Lieber
heute als morgen umziehen“
SHS-Vorsitzender Mathias Günsel sieht das ehemalige Arbeitsamt Wriezener Straße als
geeignet für die Vereinsarbeit
Strausberg (ioe) Die Baracken an der Garzauer
Chaussee 1, die vom Sozialen Hilfeverband Strausberg (SHS), dem
Jugendsozialverbund (JSV) und der Urania für unterschiedliche Projekte genutzt
werden, sind in einem katastrophalen Zustand. Die Sanierung würde
schätzungsweise 860.000 Euro kosten, informierte die Verwaltung während der
Sitzung des Hauptausschusses am Montagabend. Sie sieht einen Umzug der Vereine
als mögliche Lösung. Anbieten würde sich das leer stehende ehemalige Arbeitsamt
in der Wriezener Straße 28, das der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA)
gehört.
Im
Vorfeld fanden mehrere Gespräche mit Verantwortlichen der BIMA statt. Die
Bundesanstalt zeigteInteresse an neuen Nutzern mit
langjährigen Mietverträgen und stellte in Aussicht, das Gebäude für die
Vereinsarbeit herzurichten. „Wir würden lieber heute als morgen umziehen. In
der Wriezener Straße hätten wir mehr Platz, eine verkehrsgünstigere Anbindung
und sicher auch geringere Betriebskosten. In der Garzauer
Chaussee zahlen wir monatlich 1.700 Euro“, erklärte der SHS-Vorsitzende Mathias
Günsel auf Nachfrage des BAB. Auch die Urania und das
Frauen- und Familienzentrum mit Sitz in der Wriezener Straße 3 hat sich
inzwischen mit einem Umzug in das ehemalige Arbeitsamt angefreundet. Weitere
Gespräche folgen im Mai, wenn die BIMA die Miethöhe bekannt gibt.
Die
Verwaltung plädiert dafür, daß der Jugendsozialverbund mit seinem Sietchclub unbedingt im Strausberger
Osten verbleibt. Als neuer Standort wird das Gelände des ehemaligen
Schulgartens im Otto-Grotewohl-Ring vorgeschlagen. Hier wird an die Aufstellung
von Containern gedacht mit einer Küche und Sozialtrakt sowie gestalteter
Außenanlage. Die genauen Kosten müssen noch ermittelt werden, erklärte
Bürgermeister Thierfeld.
Christel
Kneppenberg (SPD-Fraktionsvorsitzende) fragte nach
dem Snoezelen-Kabinett des SHS, in das viel Geld
geflossen sei. „Das wurde ausschließlich über Sponsoren finanziert“, stellte
Wolfgang Winkelmann (Pro Strausberg) als Mitglied des SHS-Beirates klar. Seiner
Ansicht nach kann man die Einrichtung und Gerätschaften auch an einem neuen
Standort weiterverwenden. „Jetzt bleibt zu hoffen, daß die BIMA zu ihrem Wort
steht“, so Winkelmann.
Bürgerverein schlägt
Drei-Punkte-Programm gegen Fluglärm vor
Strausberg (BAB) Kürzlich gab es erneut ein Gespräch mit Vertretern
des Bürgervereins gegen Fluglärm und Bürgermeister Hans Peter Thierfeld. Der Vorsitzende Werner Schütze sowie Stefan und
Horst Freimark übergaben dabei die Kopie eines Schreibens der Gemeinsamen
Oberen Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg vom 30. Januar, in welchem die
Behörde dem Verein mitteilt, daß Verstöße gegen das Luftverkehrsgesetz und
seine Verordnungen nicht erkennbar seien. Klosterdorf liege im
Flugerwartungsgebiet der Platzrunde des Verkehrslandeplatzes, wo Luftfahrzeuge
zum Starten und Landen die Sicherheitsmindesthöhe unterschreiten dürfen.
Stefan
Freimark erläuterte auf der Zusammenkunft ein Drei-Punkte-Programm des Vereins.
Die ansässigen Flugschulen sollen
freiwillig ab dem 1. Juli 2008 auf Lokalflüge (kürzer als eine Stunde zwischen
Start und Landung auf dem Flugplatz Strausberg) sowie auf Platzrunden während
allgemeinen Ruhezeiten (Mo-Sa vor 8 Uhr, zwischen 13
und 15 Uhr sowie nach 20 Uhr, So und Feiertag ganztägig) verzichten.
Ab
1. Januar 2009 wird eine Verdoppelung der Start- und Landegebühren für alle
motorgetriebenen Flugzeuge während der allgemeinen Ruhezeiten gefordert. In der
dritten Stufe ab Juli 2009 sollen Lokalflüge und Platzrunden während der
allgemeinen Ruhezeiten gänzlich verboten werden.
Dazu
der Bürgermeister: „Wenn Punkt 1. als freiwillige Selbstverpflichtung
akzeptiert wird, können wir es versuchen. Die Punkte 2. und 3. bedürfen wegen
der allgemeinen Betriebspflicht des Verkehrslandeplatzes sicherlich der Zustimmung
und Genehmigung der Gemeinsamen Oberen Luftfahrtbehörde.“ Thierfeld
will die Vorschläge des Bürgervereins in einem gemeinsamen Gespräch mit den am
Flugplatz ansässigen Flugschulen beraten.
Im „Treffpunkt für Senioren“ hat man
Zeit für die Gäste
Die fachlich orientierte Beratung geht
einher mit Vorträgen und geselligem Beisammensein
Müncheberg (ioe) Das Müncheberger Altenpflegeheim ist nicht nur
Heimstatt für Menschen, die auf Betreuung angewiesen sind. Seit November 2007
betreibt die kommunale Einrichtung den „Treffpunkt für Senioren“ Am Kirchberg 1
c, der gut angenommen wird. Jeden Dienstag von 14.30 bis 17 Uhr findet man dort
einen Ansprechpartner für die unterschiedlichsten Belange. Außerhalb dieser
Zeit kann man sich an der Rezeption im Altenpflegeheim melden.
„Dieses
Angebot richtet sich an jene, die nicht im Altenpflegeheim wohnen wollen und
sich eher eine Begleitung wünschen, die ihrem Lebensgefühl, ihren Bedürfnissen
und ihrer eigenen Kraft entspricht“, erklärt Heimleiter Detlef Pohl. Willkommen
im Treffpunkt sind auch Besucher, die zuhause Familienangehörige pflegen. Ihnen
geht es meist um Möglichkeiten, die Wohnung umzurüsten, um medizintechnische
Geräte oder Erkenntnisse über Krankheitsbilder, die in Vorträgen erläutert
werden. Gemeinsam wird nach Lösungen gesucht, wobei auch ein Blick ins Internet
unter fachkundiger Anleitung hilfreich sein kann.
Seit
Mitte Februar bietet der Kreisverband Märkisch-Oderland des Sozialverbands
Deutschland (SoVD) im „Treffpunkt für Senioren“ eine
kostenlose Beratung zu Fragen des Behindertenrechts, der Renten- und
Pflegeversicherung, der Altersvorsorge, der Sozialhilfe und Patientenberatung
und zum ALG II an. Jeweils am letzten Freitag des Monats ist das
Konsultationsbüro des SoVD in Müncheberg von 13 bis
15 Uhr besetzt, weitere Termine kann man telefonisch unter 03341-307935
vereinbaren.
Die
fachlich orientierte Beratung ist nur ein Anliegen der Treffpunkt-Betreiber.
Hier finden einsame Menschen jemanden, der ihnen zuhört und Kontakte
vermittelt. „Etliche ältere Menschen sind vital und rüstig. Sie wollen sich
einbringen und anderen behilflich sein“, sagt Detlef Pohl. Er verweist auf die
Möglichkeit, gegen einen geringen Obolus die Räumlichkeiten im Treffpunkt für
private Seniorenfeiern zu mieten. Sie bieten bis zu 15 Gästen Platz. Wer Fragen
zum „Treffpunkt für Senioren“ hat, kann sich unter der Nummer (033432) 79-0
melden, oder schaut einfach dienstags vorbei.
CDU fordert bessere Wege für
Radfahrer
Strausberg (ioe) Der Vorsitzende der CDU-Fraktion Udo Lungwitz kündigte für die Stadtverordnetenversammlung am 6.
März eine Vorlage zur Verbesserung der Strausberger
Radwege an. Darin wird der Bürgermeister beauftragt, bis zum 31. Mai dieses Jahres eine Zustandsbeschreibung
der vorhandenen Radwege und der Unfallschwerpunkte zu erarbeiten. Anhand der
Bestandsaufnahme soll dann bis September 2008 ein Maßnahmeplan folgen, um
schrittweise die bestehende Situation bis zur geplanten Landesgartenschau 2013
zu verbessern.
Dazu gehört die Verbindung
der Ortsteile, eine effiziente innerstädtische Streckenführung, eine mögliche
Anbindung an die Fern-Radwanderwege und die Verbesserung der Ausschilderung.
Parallel dazu soll jährlich die Instandhaltung vorhandener Radwege nachgewiesen
werden.
Wochenarbeitszeit erhöht sich von 38
auf 40 Stunden
Strausberg (ioe) Wie Bürgermeister Thierfeld
informierte, läuft der vereinbarte Haustarifvertrag mit einer 38-Stunden-Woche
und Kündigungsschutz am 30. Juni 2008 aus. Ab 1. Juli tritt wieder die reguläre
Arbeitszeit von 40 Stunden pro Woche in Kraft. Die Personalkosten würden sich
durch die Gründung des Eigenbetriebs Stadtforst zunächst kaum verändern, so Thierfeld. Eine Entscheidung über die 13 Mitarbeiter, die
in die ARGE wechselten, wird erst in der zweiten Jahreshälfte erwartet.
Entscheidung über neuen
Ausschußvorsitzenden
Strausberg (ioe) Über den neuen Vorsitzenden des Ausschusses für
Bauen und Umwelt entscheiden die Stadtverordneten auf ihrer nächsten Sitzung.
Stadtverordnetenvorsteherin Cornelia Stark bringt dazu eine Beschlußvorlage
ein. Die CDU-Fraktion plädiert für Andreas Fuchs als neuen Vorsitzenden,
außerdem soll Horst Fröhlich als Mitglied im Fachausschuß wirken.
Mittelständische
Unternehmen sollten mitmischen
Bürgermeister und Firmen aus der Region
schauten sich auf der Baustelle des Airports Berlin-Brandenburg International
um/ In der 2. Etappe werden Aufträge von knapp einer Milliarde Euro
vergeben
Schönefeld (ioe) Die begehrteste Visitenkarte, die während des Besuchs
der Großbaustelle Airport Berlin-Brandenburg International (BBI) auf Einladung
der beiden SPD-Landtagsabgeordneten Jutta Lieske und Ravindra Gujjula den Besitzer
wechselte, gehört Sabine Tauber. Sie ist Koordinatorin der
Auftragsberatungsstelle Brandenburg mit Sitz in Cottbus, die ein stets
aktualisiertes Bieterverzeichnis von Brandenburger und Berliner Unternehmen
führt. Die Palette der Aufträge reicht vom Planen und Bauen bis hin zu
Lieferungen und unterschiedlichen Dienstleistungen. Nach Angaben der Flughafen
Berlin-Schönefeld GmbH - sie ist Bauherrin des BBI - sollen allein für
Lärmschutzmaßnahmen 100 Millionen Euro investiert werden. Um die Dimension zu
verdeutlichen: Es kommt zehnmal mehr Glas zum Einsatz als beim Sony Center, dem
Vorzeigeprojekt am Potsdamer Platz. Doch
bisher sei die Resonanz auf die Projekte bei Berliner und Brandenburger Firmen
laut Angaben der GmbH sehr gering. Deshalb auch die Empfehlung von Sabine
Tauber an die Firmenvertreter aus Märkisch-Oderland, sich in das Cottbuser Bieterverzeichnis
einzutragen, das speziell auf kleine mittelständische Unternehmen zugeschnitten
ist und die Teilnahme an nicht öffentlich bekannt gemachten Vergabeverfahren
der Flughafengesellschaft ermöglicht. „Wir bekommen täglich Anfragen von
Generalunternehmern, die kompetente Nachunternehmen suchen. Der Eintrag ist
zwar keine Garantie für einen Auftrag, erhöht aber die Chancen“, so die
Koordinatorin.
„Die
Baustelle ist gigantisch und das Tempo der Arbeiten atemberaubend. Sie sollten
trotzdem Hemmschwellen überwinden und den Kontakt mit der
Auftragsberatungsstelle suchen. Denn bislang erfolgten 82 Prozent der Vergaben
in der Region Berlin-Brandenburg“, wandte sich Gujjula
an die Firmenvertreter. Unter ihnen waren beispielsweise die Geschäftsführer
der Altlandsberger ARETA GmbH, Ingolf Ritsch aus
Klosterdorf (Firmenverbund Märkisch-Oderland), Andreas Hein von der Eggersdorfer Niederlassung der Rask
(Straßen- und Brückenbau) der Berliner RUWE-Geschäftsführer
Klaus Dieter Tschäpe (Großbautenreinigung) sowie
Hinze Stahl & Service aus Rüdersdorf.
Eine
Rundfahrt über die Baustelle, die mit 1470 Hektar Fläche so groß wie 2000
Fußballfelder ist, machte die Ausmaße des künftigen Airports Berlin-Brandenburg
International deutlich. Mit dem neuen Terminal, das ab Oktober 2011 eine
jährliche Kapazität von über 22 Millionen Passagieren vorsieht, entstehen eine
4000 Meter lange Start- und Landebahn, ein Bahntunnel sowie ein unterirdischer
sechsgleisiger Bahnhof für Fernzüge und die S-Bahn. Nach Fertigstellung sollen
die Fahrgäste den Airport vom Berliner Hauptbahnhof per Express in cirka 20
Minuten erreichen. Kurz vor der Fertigstellung ist die Anbindung des Flughafens
an die Autobahn (A 133).
Auch
der benachbarte Business Park Berlin - mit den Bauarbeiten wird Mitte des
Jahres begonnen - hat bereits Schwung aufgenommen. Mehr als ein Drittel des 109
Hektar großen Areals ist bereits veräußert. Auf weiteren 16 Hektar der BBI
Airport City können sich Büros, Gastronomie sowie Einzelhandel ansiedeln.
(Die
Auftragsberatungsstelle stellt sich vor unter www.abst-brandenburg.de, der BBI
unter www.berlin-airport.de.)
Mit Lift und Loggia
wohnt es sich angenehmer
Ohne störende Barrieren können die
Mitglieder der Wohnungsbaugenossenschaft „Aufbau“ in der Müncheberger Straße
bis ins hohe Alter wohnen
Strausberg (ioe) „Ohne den Aufzug könnte ich hier gar nicht sein“,
sagt Maria Birkholz, die im März ihren 90. Geburtstag
feiert. Sie wohnt in der Müncheberger Straße in der vierten Etage und ist
genauso wie ihre Nachbarin Eva Slusalek zufrieden mit
dem Umbau. „Es war zwar sehr laut. Aber in eine andere Wohnung wollte ich
während der Bauarbeiten nicht ziehen. Das wäre mir zu anstrengend geworden“,
meint Frau Slusalek. Ob man auf den Loggien wegen der
vielen Autos gemütlich sitzen kann, bleibt abzuwarten, sind sich beide einig.
Die
Wohnungsbaugenossenschaft „Aufbau“ (WBG)
nahm rund 400.000 Euro in die Hand, um die Häuser in der Müncheberger Straße
28/29 mit dem Einbau eines Aufzugs attraktiver zu machen. Jetzt gibt es
außerdem Loggien, die Fassade mit den Erkern und den großzügigen Eingängen
wirkt wesentlich attraktiver als vorher. Alle 16 Wohnungen kann man vom Keller
bis unter das Dach barrierefrei erreichen. Zudem bietet die Kombination von 2-
und 3-Raum-Wohnungen unterschiedlichen Generationen einer Familie die
Möglichkeit, im gleichen Haus zu wohnen.
„Wir
haben in ein Zimmer der 2-Raum-Wohnungen den
schallgedämmten Aufzugschacht gesetzt. Die dadurch weggefallene Fläche
wurde durch den Erkeranbau ersetzt, das einstige Durchgangszimmer ist jetzt
abgeschlossen“, erklärt Heiner Böhme, Vorstand der WBG. Trotz der umfangreichen
Baumaßnahmen habe die Genossenschaft darauf geachtet, daß die Kaltmiete ihrer
Mitglieder nicht auf sechs Euro und darüber steigt.
Die
positive Resonanz veranlaßte die WBG, in nächster Zeit auch die übrigen
Aufgänge entsprechend umzubauen. Gegenwärtig wird alles durchkalkuliert und die
Finanzierbarkeit geprüft.