Diese Texte konnten Sie in der BAB
20/08 lesen:
Das Mühlenfließ
im Zentrum des Interesses
Von Nils Naber
Petershagen-Eggersdorf Einer Einladung der Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die
Grünen und der Bundestagsabgeordneten Cornelia Behm folgten
über 70 Interessierte. Sie diskutierten in der Giebelseehalle zum Thema „Klimawandel am Fredersdorfer Mühlenfließ: Zwischen Überflutung und Austrocknung“.
Aus dem Fängersee, dem Bötzsee und dem Teufels Fließ gespeist, schlängelt sich das
Fredersdorfer Mühlenfließ 34 Kilometer über die
Barnimfläche und durch das Urstromtal, um hinter Rahnsdorf
in den Müggelsee zu münden. In den vergangenen Jahren
ist es immer wieder in Teilen und im Sommer 2006 fast komplett trocken gefallen.
Die Hydrologin Silke Mey hielt keine einfache Erklärung dafür bereit.
Die Jahresniederschläge sind in den vergangenen Jahrzehnten gleich geblieben. Trotzdem führte das Fließ an allen Pegeln
seit 1969 im Zehnjahresmittel weniger Wasser. Die Temperatur stieg aber im
gleichen Zeitraum an, so dass die Verdunstung zunahm.
Einen weiteren Grund für geringere Wassermengen vermutete Mey bei der Förderung
der Wasserwerke in Friedrichshagen und Strausberg. Aber nicht zuletzt dürften
auch die vielen privaten Pumpen im Fließ z.B. zur Gartenbewässerung zu den
sinkenden Wasserständen beitragen. Gudrun Schütze von der Lokalen Agenda 21 Petershagen-Eggersdorf
stellte Daten aus einem ehrenamtlich durchgeführten Projekt vor und bestätigte Meys
Erkenntnisse. Schützes Fazit: Der Boden ist der beste Wasserspeicher. Der Versiegelung müsse stärker Einhalt
geboten werden. Es sollten Versickerungsflächen geschaffen sowie Tümpel und
Teiche erhalten werden, um das Wasser in der Landschaft zu halten.
In
der anschließenden Diskussion wies Susanne Brase,
Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Ökologie von Bündnis 90/Die Grünen darauf
hin, dass die Wasser- und Bodenverbände nach
Wassergesetz zum Abführen des Wassers aus der Landschaft verpflichtet sind. Es
bedürfe einer Gesetzesänderung auf Bundesebene, damit nicht die Entwässerung,
sondern das Wassermanagement zu ihrer Aufgabe wird.
Uwe
Engel vom Wasser- und Bodenverband Stöbber-Erpe konnte trotzdem Projekte vorstellen, die am
Fließ zumindest punktuell für einen gewissen Wasserrückhalt sorgen, wie z.B.
den Rückbau der Wehranlage Bruchmühle, die Fischtreppe an der Bohmschen Mühle,
den Wiesenteich Petershagen oder den Mühlenteich Schöneiche. Das Mühlenfließ ist aktuell in zwei große Förderprojekte des
brandenburgischen Landwirtschaftsministeriums und des
Bundesforschungsministeriums eingebunden. Sie sollen in diesem Jahr starten, sobald
die Fördermittel bewilligt werden. Träger sind der Wasser- und Bodenverband und
der Landesbauernverband. In einer Arbeitsgruppe sollen lokale und regionale
Akteure an der Mitarbeit beteiligt werden.
In der weiteren Diskussion
wurden darauf hingewiesen, dass auch die jahreszeitliche
Verteilung der Niederschläge sich verändert hat. Starkregenereignisse haben
zugenommen. Zum Teil kam der gesamte Niederschlag eines Monats in einer Nacht
herunter. Es gelte deshalb Puffer zu schaffen, um Problematiken zu entschärfen.
Hier seien die Renaturierung der Flussläufe und die Wiederanlage von Seen der richtige Weg. Außerdem sei der Waldumbau
nicht zu unterschätzen für den Wasserhaushalt. Laubbäume und andere Vegetation
halten das Wasser in der Landschaft. Schutz des Waldes im Siedlungsbereich ist
durch neues brandenburgisches Waldgesetz im Grund genommen nicht mehr gegeben.
„Freie Säge für freie Bürger!“ kann deshalb nicht das Gebot der Stunde sein.
Sowohl von Seiten der
Verwaltung als auch von Seiten von Wasserexperten wurde für die Akzeptanz von Rigolen
und Wassersickerbecken für die Straßenentwässerung geworben. Jeder Einzelne
trage Verantwortung für den Wasserhaushalt. Bauherren müssten
sich in der Region stärker darauf einstellen, dass mit
Schichtenwasser zu rechnen sei. Als Fazit blieb: Ein Umdenken und verändertes
Handeln mit Wasser sind nötig, sonst wird das Fließ in den kommenden Jahren
noch häufiger trocken fallen.
Burkhard Paetzold
Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag Märkisch-Oderland versprach,
im kommenden Jahr eine Wasserkonferenz für das Fredersdorfer Mühlenfließ und seine Anrainer gemeinden-, kreis- und
länderübergreifend zu organisieren.
Am 17.Mai ist Florianfest und eine
Fotoausstellung
Fredersdorf-Vogelsdorf (wt) Die
vielen Feiertage zum Anfang des Monat Mai haben die Kameradinnen und Kameraden
der Feuerwehr Fredersdorf Süd veranlasst, das
Florianfest auf den 17. Mai zu legen. Natürlich haben sich alle Beteiligten
wieder ein tolles Programm einfallen lassen. Kirstin Zinn teilte dazu mit: „Ab 10 Uhr stehen in der Gartenstraße die Türen und
Tore für alle interessierten großen und kleinen Bürger offen. Geplant sind
wieder eine Technikschau, Führungen durch das Gerätehaus für Interessenten,
Rundfahrten mit unseren Feuerwehrfahrzeugen für die Kinder, eine Malstraße und
eine Hüpfburg. Neben dem Gerätehaus haben Schausteller ihre Geräte aufgebaut.
Gegen 12 Uhr wird von den
Feuerwehrleuten die Kelle geschwungen. Es gibt Schmackhaftes vom Grill und aus
der Gulaschkanone. Zur Kaffeezeit, ab ca. 15 Uhr, stellt die Blaskapelle der
Feuerwehr wieder ihr Können unter Beweis. Dazu gibt es Kaffee und selbst
gebackenen Kuchen. Im Anschluss sorgt die Diskothek
Alf Weihs bis 24 Uhr für Unterhaltung und gute Stimmung.
Wir freuen uns auf Ihren
Besuch“.
Am gleichen Tag stellt
Familie Keller von 11 bis 19 Uhr im Speisesaal des Schulzentrums Süd
historische Fotos und Postkarten aus. Hans Keller wird in der Ausstellung
insbesondere Bilder mit Personen und Personengruppen ausstellen. Die Besucher
erwartet erneut ein interessanter Spaziergang durch die Geschichte der Kommune.
Erinnerung an den Tag der Befreiung
Fredersdorf-Vogelsdorf (wt) Am 8. Mai
gedachten Fredersdorf-Vogelsdorfer Bürger, vorwiegend
Anhänger der Linken, des Tages der Befreiung vom Hitlerfaschismus.
Bürgermeister Dr. Uwe Klett (Linke) legte am Ehrenmahl nahe dem Rathaus Blumen
nieder und brachte gemeinsam mit Gemeindevorsteher Dr. Siegfried Völter (Linke) ein Straßenschild „Platz der Befreiung“ an,
das an die Bezeichnung des Platzes erinnert. Das Schild wurde dem Original
nachgestaltet, das Anfang der 90er Jahre verschwand.
Dr. Uwe Klett sagte dazu:
„Das Einverständnis der Gemeindevertretung voraus gesetzt, sollte der Platz so
gestaltet werden, wie er früher einmal aussah. Es könnte ein Ruhebereich
entstehen mit Wegen und Bänken. Bäume sollten nicht gefällt werden“. Dr. Klett
wandte sich an die Einwohner, Erinnerungen und Fotos, die an die Geschichte
erinnern, an ihn oder den Heimatverein heran zu tragen. Dabei geht es nicht nur
um das Rathaus und sein Umfeld, sondern auch um Schulen und Einrichtungen mit
Namen, die an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus erinnern. Dr. Klett
sieht das wegen der Erinnerung an diese Zeit als sehr wichtig insbesondere für
die junge Generation an.
2. Altlandsberger
Stockcar Rennen
Altlandsberg (wt) Am 31.5.
und 1.6. findet auf dem ehemaligen Tagebaugelände der Firma ARETA in
Altlandsberg am Mehrower Weg das Altlandsberger
Stock Car rennen statt. Die Motorsportler des Candy Man Racing Teams sind in
einer Abteilung der TSG „Rot-Weiß“ Fredersdorf-Vogelsdorf
organisiert, haben ihren Sitz mit Werkstatt in Wegendorf
und nun mit der geschaffenen Rennstrecke in Altlandsberg auch eine Hausstrecke.
Zu den bevorstehenden Renntagen sagte Teamchef
Henning Müller: „Alles was im
Straßenverkehr strikt verboten ist, wie rasen, drängeln oder gar den Nachbarn
anstoßen, ist beim Stock Car Racing normal und macht
die Faszination dieses Sportes aus. Bei den Stock Car Rennen geht es
vordergründig nicht darum die Autos zu zerstören, sondern ähnlich wie bei der
Formel I um Ausscheidungsrennen und Platzierung. Wir
erwarten zu den Rennen ca. 150 Fahrzeuge und haben Dank der Unterstützung von
ARETA eine anspruchsvolle Rennstrecke hergerichtet. Die Renntage sind eine
offizielle Veranstaltung, so dass alle Fahrer,
Zuschauer und Helfer versichert sind. Wir freuen uns sehr Motorsportler aus
Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg begrüßen zu können.
Zu den spannenden Rennen erwarten wir mehrere Tausend Zuschauer, die einen
perfekten Service in Anspruch nehmen können“.
Die Anwohner des Bolzplatzes
beklagen:
„Unsere Einbeziehung wurde sträflich
vernachlässigt“
Rehfelde (ioe) Mehr als verspätet fand am 8. Mai endlich eine Einwohnerversammlung
zum Bolzplatz auf dem Gelände der Rehfelder Schule statt. Die Festlegungen des
Hauptausschusses vom Januar und Februar, die Bürger in kürzester Zeit bzw.
spätestens nach dem Vorliegen der Baugenehmigung zu informieren und
einzubeziehen, wurden schlichtweg ignoriert (wir berichteten).
Rund 30 Anlieger aus der
Annemariestraße und dem Mittelweg machten auf der Versammlung ihrem Ärger über
die Verfahrensweise Luft, und waren nach vielen Fragen enttäuscht über die
Antworten von Herrn Böttche und Herrn Porodjuk aus dem Fachbereich Bürgerdienste (Amt Märkische
Schweiz). Anwohner Erwin Kretschmer wollte wissen, warum schon eine halbe Woche
vor der Erteilung der Baugenehmigung am 18. März mit dem Bau begonnen wurde.
Das war kein Baustart, sondern die Einrichtung der Baustelle für vorbereitende
Arbeiten wie Baumfällungen und das Abheben von Rasen,
hieß es. Man habe „unter erheblichem Zeitdruck“ gestanden. Warum die
Gemeindevertreter keinen Beschluß zum Einrichten des Bolzplatzes auf dem
Schulgelände gefaßt haben und der Ortsentwicklungsausschuß nicht einbezogen
wurde, blieb offen. Keine Antworten gab es ebenfalls auf die Fragen, wie man
sicherstellen will, daß der Platz nach den Öffnungszeiten von Jugendlichen
benutzt wird und wer in Haftung geht, wenn dort Unfälle passieren.
Rudolf Heller wies auf die
Maßgabe des Deutschen Fußballbundes (DFB) hin, Mini-Spielfelder „absolut in das
Anwohnerumfeld zu integrieren“. Davon könne keine Rede sein. Die Schule liegt
mitten im Wohngebiet, und von der zu erwartenden Lärmbelästigung hätte man
bereits erste Eindrücke gewonnen. „Der Platz ist rund 20 Meter von meinem Haus
entfernt“, monierte Michael Drews. Er drohte, alle Rechtsmittel gegen den
Spielbetrieb auszuschöpfen. Als die voraussichtlichen Nutzungszeiten wochentags
von 8 bis 20 Uhr sowie Sonnabend und Sonntag von 10 bis 18 Uhr genannt wurden,
schlugen die Emotionen hoch. Die übereinstimmende Forderung der Anlieger: Der
Bolzplatz soll nur von 9 bis 16 Uhr genutzt werden und am Wochenende sowie
feiertags geschlossen bleiben.
Bürgermeister Lutz Schwarz
versuchte zu vermitteln. Er räumte fehlende Informationen der Anwohner ein,
wofür er sich entschuldigte. Herr Böttche betonte,
die Nutzungszeiten seien „kein Status quo“ und könnten diskutiert werden. „Wir
werden die Problematik im Hauptausschuß behandeln und in Regie des
Bildungsausschusses vor der Sommerpause eine Nutzungsordnung erarbeiten“,
kündigte der Bürgermeister an.
Neuer Kreativbereich in der Kita „Fuchsbau“
Rehfelde (BAB) Am 9. Mai feierten die Kinder der Kita „Fuchsbau“
mit Gästen und ihren Erzieherinnen das lang ersehnte Einweihungsfest. Auch
Bürgermeister Lutz Schwarz schaute vorbei. Mit viel Spaß stürmten
die kleinen Füchse die Holzwerkstatt, den Musik- und Theaterraum sowie das
Atelier. Die Freude der Mädchen und Jungen beim Erobern des Kreativbereiches,
war der schönste Dank an die Erzieherinnen und Helfer für die manchmal
schweißtreibende Arbeit beim Einrichten der Räume. Nun können die
Kinder nach Herzenslust hämmern, musizieren, malen und vieles mehr.
Der Fichteplatz ist Thema auf dem
nächsten Hauptausschuß
Strausberg (BAB) Die Ruhe, Ordnung und Sicherheit auf dem Fichteplatz hat sich trotz
mehrerer gemeinsamer Begehungen von Anliegern und Stadtverordneten
verschiedener Fraktion sowie Bemühungen der Verwaltung nicht verbessert. Auf
der jüngsten Stadtverordnetenversammlung kündigte Bürgermeister Thierfeld die Prüfung eines Alkoholverbotes an und stellte
eine Umweltstreife in Aussicht. Konkrete Maßnahmen will er vor dem
Hauptausschuß am 19. Mai benennen.
Städtischer Zuschuß für
Kirchensanierung
Strausberg (BAB) Mehrheitlich stimmten die Stadtverordneten dafür, der Kirchengemeinde Hohenstein-Ruhlsdorf für die Sanierung der Dorfkirche einen
Zuschuß von 7500 Euro zu gewähren. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 120
000 Euro.
Sanierung des Klubs am See kostet
fünf Millionen Euro
Strausberg (BAB) Informationen über den Klub am See wird es am 28. Mai vor Ort um 19.30
Uhr auf einer Bürgerversammlung geben. Bislang gibt es von der Bundesanstalt
für Immobilienaufgaben (BIMA) als Eigentümerin die konkrete Aussage, daß die
Sanierung des Gebäudes fünf Millionen Euro kostet. Eine Ausschreibung der
Immobilie, die verkauft werden soll, sei noch nicht erfolgt, hieß es weiter.
Strausberg kämpft um Erhalt der
Schullandschaft
Der Bürgermeister soll sich beim Bildungsministerium
um Ausnahmegenehmigungen für die Anne-Frank-Oberschule und die
Lise-Meitner-Gesamtschule bemühen
Strausberg (ioe) „Wir können keine Schulen schließen. Die
Entscheidung trifft der Schulträger“, erklärte Karin Wenzel, Leiterin des
Staatlichen Schulamtes Frankfurt (Oder) auf einer gemeinsamen Sondersitzung von
Haupt- und Bildungsausschuß. Gerade diese Bemerkung stieß den Anwesenden bitter
auf. Bürgermeister Hans Peter Thierfeld kritisierte,
er habe von den Plänen, die Anne-Frank-Oberschule und die Gymnasiale Oberstufe
der Lise-Meitner-Gesamtschule zu schließen, erst aus der Presse gehört. Mit der
Mitteilung, daß alle Schulanmeldungen für die 7. Klasse der Anne-Frank-Oberschule
und der 11. Klasse der Lise-Meitner-Gesamtschule an andere Schulen
weitergegeben werden sollen, seien vollendete Tatsachen geschaffen worden, die
der Stadt keinen Spielraum lassen, so der Bürgermeister. Schließlich laufe die
Anmeldefrist erst am 9. Juli aus.
Karin Wetzel hielt dem
entgegen, auch zu diesem Zeitpunkt würde sich nichts daran ändern, daß es zu
wenig Schüler für die einzurichtenden 7. und 11. Klassen geben wird. Für
Verwunderung sorgte die Mitteilung aus der Runde, daß Eltern aus Altlandsberg
und Hennickendorf gesagt worden sei, sie brauchen ihre Kinder gar nicht erst
für die Gymnasiale Oberstufe in Strausberg anzumelden.
Beide Ausschüsse beschlossen
einstimmig, den Bürgermeister mit folgenden Angelegenheiten zu beauftragen: alle
Rechtsmittel zum Erhalt beider Schulstandorte auszuschöpfen und die gestellte
Ausnahmegenehmigung für die Lise-Meitner-Gesamtschule an das
Bildungsministerium aufrechtzuerhalten. Zudem soll er sich an den
Bildungsausschuß des Kreistages wenden, den beschlossenen Schulentwicklungsplan
nach nochmaliger Betrachtung umzusetzen.
Mit dem Staatlichen Schulamt
sind alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die Entscheidung zur Einrichtung der
gymnasialen Oberstufe an der Lise-Meitner-Gesamtschule erst am 9. Juli zu treffen.
Zudem soll geprüft werden, ob perspektivisch eine Möglichkeit besteht, die
Anne-Frank-Oberschule und die Lise-Meitner-Gesamtschule zu einem gemeinsamen
Gesamtschulstandort zusammenzufassen. Eine weitere Aufgabenstellung an den
Bürgermeister lautet, die Anne-Frank-Oberschule ebenfalls bei einer
Ausnahmegenehmigung im Bildungsministerium zu unterstützen.
Spenden für das AWO-Kinderheim und
die Kreismusikschule
Strausberg (ioe) Die Puhdys hatten bei der
öffentlichen Generalprobe für ihre Unplugged-Tour im Strausberger Ku-Stall am 10.
April angekündigt, fünf Euro je Ticket zu spenden. Insgesamt kamen 2000 Euro
zusammen. In der vergangenen Woche lösten sie ihr Versprechen ein und dank der
EWE Aktiengesellschaft verdoppelte sich die Summe. So gingen jeweils 2000 Euro
an die Kreismusikschule MOL und das Kinderheim der AWO in Strausberg. Das
Kinderheim wird von dem Geld ein Fußballturnier durchführen und ein
Überraschungs-Ferienwochenende organisieren. Die Musikschule investiert in neue
Technik für Bands und ein Probenlager des Sinfonieorchesters.
Erstmals Jedermann-Rennen
zur Tour de Berlin
Die Stadt Altlandsberg erwies sich bereits zum 3. Mal
als guter Gastgeber für den Radsport
Altlandsberg (ioe) Bereits zum dritten Mal startete die erste Etappe
der Tour de Berlin (Distanz rund 133 Kilometer) am 9. Mai mit 160 Fahrern aus
sieben Nationen in der Altlandsberger Altstadt. Neu
in diesem Jahr war die Streckenführung, die erstmals über Buckow in der
Märkischen Schweiz führte. „ Wir sind längst im Märkischen angekommen. Hier
fühlt man sich zu Hause und trifft auf eine sehr radsportfreundliche Region“,
meinte der Präsident des Berliner Radsportverbandes, Wolfgang Scheibner. Auch Mathis Richter, Leiter der Altlandsberger Marketing der POT GmbH, lobte die
Zusammenarbeit mit der Stadt, die so gut war wie nie zuvor. Schon seit Jahren
engagiert sich POT vor allem in Brandenburg mit der Initiative „Sport gegen
Gewalt“ für die Förderung des Elite Nachwuchssportes.
Den Organisatoren gelang es,
gleich zwei prominente Sportler für den Startschuß der Tour zu gewinnen: die
mehrfache Paralympics-Siegerin Marianne Buggenhagen und den Bahnolympiasieger Robert Bartko, der sich allerdings nicht für Peking qualifizieren
konnte. Sie wohnen beide in der Region, beantworteten am Rande des Geschehens
gern Fragen der Zuschauer und schrieben Autogramme.
Erstmals gingen in
Altlandsberg neben den Radsportprofis beim Jedermann-Rennen
auch Nachwuchssportler an den Start. Sie hatten fünf Runden von jeweils acht
Kilometer zu bewältigen.
Der Modellflugsport ist in Eggersdorf seit vier Jahren etabliert
Jetzt gibt es auf dem Verkehrslandeplatz auch eine
Rennstrecke für Automodellfans/ Am 28/29. Juni wird zur Modellflugschau
eingeladen
Müncheberg (ioe) Das schöne Wetter zu Pfingsten war ideal für Piloten
und Flugschüler, die gern den Eggersdorfer
Verkehrslandeplatz bei Müncheberg nutzen. Jährlich gibt es hier rund 30.000
Flugbewegungen. „Die Graspiste eignet sich gut zum Üben von Starts und
Landungen“, meint Ralf Tonnius, Fluglehrer beim Strausberger Aerolight-Club. Und
in der „Fliegenden Kiste“ wird man vom Ehepaar Heinemann stets freundlich
bedient. „Die Gaststätte auf dem Strausberger
Verkehrslandeplatz ist ja schon seit längerem geschlossen“, bedauert er.
Nicht nur auf der Graspiste
für die „großen“ Flieger herrschte reger Betrieb. Auch die Besitzer kleiner
Modelle vom „Preußen Modellflug Club Berlin-Brandenburg“ (PMC) gaben sich ein
Stelldichein. Der Verein, der sich 2004 gründete, hat über 40 Mitglieder, 10
Prozent davon sind Jugendliche. Die erwachsenen Hobby-Freunde gehen den
verschiedensten Berufen nach. Unter ihnen sind beispielsweise Tischler,
Einzelhändler, Versicherungsleute und Ärzte, berichtet der Vorsitzende, Lothar Bartelt.
Mit der neuen Übungs- und
Wettkampfstätte für den Automodellsport hat der Eggersdorfer
Platz einen weiteren Anziehungspunkt, der von den Mitgliedern des PMC
überwiegend in Eigenleistung geschaffen wurde. Vor 14 Tagen wurde hier ein
erstes Rennen durchgeführt. Zur Premiere fanden sich 22 Teilnehmer ein. Der
Berliner Arzt Christian Reinert, der mit seinem
ferngesteuerten Mini-Benziner den dritten Platz belegte, nutzt die
Autorennpiste mindestens einmal im Monat. „Wir haben uns als so genannte
Stoppelhopser gern dem PMC angeschlossen“, sagt der Berliner.
Jetzt haben es die
Modellflug- und Automodellsportfans auch leichter, die Akkus für die Elektromodelle
aufzuladen. Eigens dafür wurde eine Stromleitung vom Hauptgebäude bis zum Platz
verlegt, was die Sparkasse Märkisch-Oderland mit einer Spende von 1000 Euro
unterstützte.
Am 28. und 29. Juni
veranstaltet der „Preußen Modellflug Club Berlin-Brandenburg“ jeweils von 10
bis 17 Uhr seine diesjährige Modellflugschau. Die Mitglieder werden über 50
Motorflugzeuge, Segler, Hubschrauber und Oldtimer vorstellen.