Diese Texte konnten Sie im BAB 27/08 lesen:

 

Stadt und Wasserverband wollen neues Wohngebiet entwickeln

 

Auf dem vier Hektar großen Areal angrenzend an den Südteil Hegermühlengrund hätten cirka 56 Einfamilienhäuser Platz  

Strausberg (ioe) Rein rechnerisch können die derzeit verfügbaren Grundstücke in den Siedlungen der Stadt voraussichtlich die nächsten anderthalb Jahre die Nachfragen von Bauherren decken. Zu diesem Schluß kommt die Verwaltung nach einer Analyse (Stand Mai 2008). In den Jahren 2003 bis 2007 wurden jährlich durchschnittlich 66 Wohneinheiten in Einfamilien- und Doppelhäusern beantragt. Bis Ende Mai 2008 waren es 26 Wohneinheiten. Zurzeit stehen noch folgende Parzellen für Einfamilien- und Doppelhäuser zur Verfügung: Südteil Hegermühlengrund (13), Am Wasserwerk (11), Bruno-Bürgel-Straße (4), Am Mondsee (6), Kornblumenweg (10), Walkmühlenstraße (5). Hinzu kommen 92 Parzellen im Wohngebiet Mittelfeld nach Umsetzung des Bebauungsplanes (2008/2009).

Trotz dieser Zahlen plädiert der Fachbereich Stadtplanung und Bautechnik einen Bebauungsplan für ein neues „Wohngebiet an der Fließstraße“ - angrenzend an die bisherige Bebbauung im Südteil Hegermühlengrund - aufzustellen. Dadurch soll die Auswahl für potentielle Bauherren in Strausberg größer werden. Weitere Gesichtspunkte: Die Schaffung von Baurecht erfordert laut Verwaltung in der Regel eine Bearbeitungszeit von anderthalb bis zwei Jahre. Außerdem sei die Tendenz ablesbar, daß man lieber in neuen Siedlungen baut, als in bereits bestehenden.

Die Flächen auf dem rund vier Hektar großen Areal sind teilweise in Besitz der Stadt und des Wasserverbands Strausberg-Erkner (WSE). Deshalb wollen die beiden Eigentümer gemeinsam in das Planverfahren einsteigen und sich Kosten teilen. Bei Grundstücksgrößen zwischen 500 bis 750 m²  wäre im „Wohngebiet an der Fließstraße“ Platz für cirka 56 Einfamilienhäuser.

Die Verwaltung schlägt vor, bei dem Projekt das beschleunigte Verfahren nach § 13 a des Baugesetzbuches anzuwenden. Es ermöglicht den Verzicht auf bestimmte Verfahrensschritte, den Umweltbericht sowie Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.                  

 

 

Jubiläumsumzug zu Fuß, zu Pferd und Wagen

 

Der Förderverein Feuerwehr Müncheberg organisierte auf dem Depotgelände ein gelungenes Fest für jung und alt

Müncheberg (ioe) Gleich drei Jubiläen feierten die Müncheberger und Gäste der Stadt am vergangenen Samstag. Die Freiwillige Feuerwehr wurde vor 120 Jahren unter dem Motto „Gott zur Ehr - dem Nächsten zu Wehr“ gegründet. Seit 15 Jahren gibt es die Jugendfeuerwehr und ebenso lange unterstützt der Müncheberger Förderverein mit über 70 Mitgliedern das Wirken der Kameradinnen und Kameraden für das Gemeinwohl der Bürger. Am Freitagabend bedankte sich Bürgermeister Klaus Zehm auf einem Empfang für das ehrenamtliche Engagement. Die Erfüllung des Wunsches für ein neues Löschfahrzeug mit ausfahrbarer Leiter, den Ortswehrführer Kai Uwe Bohne im Namen aller Mitstreiter äußerte, bezeichnete Zehm eher zurückhaltend als „Thema für die Zukunft“.     

Um zehn Uhr startete am nächsten Morgen der Festumzug durch Müncheberg, angeführt vom Fanfarenzug aus Frankfurt (Oder). Pferdefuhrwerke und Bulldozer zogen Feuerwehrspritzen von einst, mit Sirenengeheul und Blaulicht folgten moderne Lösch- und Einsatzfahrzeuge. In den Zug reihten sich auch benachbarte Wehren ein. Hunderte Gäste folgten dem Tross und erlebten anschließend auf dem Depot-Gelände am Wasserturm ein abwechslungsreiches Programm. Zur Eröffnung präsentierte die Band „aqua schall“ die neue Feuerwehr-Hymne, die der Freizeitmusiker Ralph Tauschke extra zum 120jährigen Jubiläum komponierte. Beim „Spielen ohne Grenzen“ zeigten die Jugendfeuerwehren ihr Können, es folgten Vorführungen zum Thema „Haus und Hof in Sicherheit“. Die Polizei war mit einem Überschlagssimulator und Einsatzfahrzeugen vor Ort, an Infoständen konnte man mit Vertretern des Landesjagdverbandes und des Fördervereins ins Gespräch kommen. Der Abend klang mit Tanz und Live-Musik im Festzelt aus.

 

 

Mittelalterliches Spektakel auf dem Alten Gutshof

 

Altlandsberg (BAB) Das Ritterfest vom 4. bis 6. Juli auf dem Alten Gutshof und am Kreuzsee läßt vergangene Zeiten wieder lebendig werden. Wenn der „history & fantasy“-Verein COCOLORUS BUDENZAUBER mit seinem Marktspektakel gastiert, werden über hundert Akteure ein abwechslungsreiches Programm bieten.

Am 4. Juli öffnet um 16 Uhr der Markt seine Pforten. Historische Tavernen und Musikanten laden ein. Ab 20 Uhr gibt’s Rockiges von der Berliner Band Blank. Der Eintritt ist frei.

Am Samstag geht es um 10.00 Uhr los mit dem historischen Markt und nonstop Programm. Altes Handwerk, Wahrsager und rustikale Tavernen mit kulinarischen Spezialitäten erwarten die Besucher. In den Ritter- und Wikingerlagern gibt es für das Publikum vieles zu entdecken - von Falknerei bis zur historischen Steinschleudermaschine, die mit Wasser- und Feuerkugeln schießen kann. An der Ritterburg der tschechischen Monster-Ritter Ruprecht tanzt diesmal eine heiratsunwillige Prinzessin, die sich ihres Bräutigams mit der Hilfe eines Drachens entledigen will. Regelrecht heiß wird es, wenn sich das Ungeheuer Feuer spuckend seinen Weg durch die Ritter bahnt. Dies und mehr erlebt man  im neuen Spektakel der Böhmen „Die Prinzessin und der Drache Birgon“ (unser Foto).

Auf der Cocolorus-Wanderbühne tummeln sich auch von früh bis spät Stelzentänzer, Fakire, Zauberer, Schauspieler und Musikanten. Abends gibt es nordische Klänge „Norland Skalden“ mit der Mittelalterhausband „Cocolorus Diaboli“. Zum Abschluss brennt die Luft, wenn mehr als zehn Feuerakrobaten der Feuershow „Araga Mysteria“ mit aktionsgeladenen Bewegungen die Nacht illuminieren.

(Öffnungszeiten : Fr. 16-24 Uhr, Sa. 10-24 Uhr, So. 10-19 Uhr;

Eintritt: Freitag frei, Samstag bis Sonntag 6 €, Kinder 6-14 Jahre 2 €)