Diese Texte konnten Sie lesen in der BAB 43/07

 

Ein Rufbus-Konzept unter Federführung des Bürgermeisters

Gemeinsam mit Stadtverordneten und Vertretern des Landkreises informierte sich Arno Jaeschke in Heiligenhafen über das dortige Angebot

 

Altlandsberg (ioe) Bürgermeister Arno Jaeschke hält sich an seine Zusage, die er als Kandidat für das Amt während des Wahlkampfes machte. Damals sicherte er zu, sich mit der Einrichtung eines Rufbusses zu beschäftigen, um mehr Mobilität in der Region zu erreichen. Mit dem Thema sei er allerdings schon seit den 90er Jahren vertraut, erklärt Jaeschke, der zuletzt Geschäftsführer der Busverkehr Märkisch-Oderland GmbH war. 

Am 8. Oktober fuhr der Bürgermeister mit Stadtverordneten und zwei Vertretern des Straßenverkehrsamtes Märkisch-Oderland sowie des Wirtschaftsamtes nach Heiligenhafen bei Kiel. „Dort funktionieren die Rufbusse seit Dezember 2004 mit großem Erfolg“, begründet Jaeschke die Ortsauswahl. Im Einsatz seien zwei Fahrzeuge mit acht Sitzen und eines mit 14 Sitzen, die alle behindertengerecht ausgestattet sind, und auch Kinderwagen transportieren. Betrieben werden die Rufbusse von einem Busunternehmen, bei den Fahrpreisen gelten die Tarife des ÖPNV. Als Aufgabenträger fungiere der Landkreis  mit finanzieller Unterstützung des Landes Schleswig-Holstein.

Bis Ende Februar 2008 soll unter Federführung des Altlandsberger Bürgermeisters ein Konzept für einen regionalen Rufbus zur Vorlage für den Landkreis erarbeitet werden. Hilfreich dabei sind für Jeschke die Diplomarbeit und die zahlreichen Publikationen des Verkehrsexperten Dr. Christian Mehlert. „Wir müssen bei der Realisierung die verschiedensten Partner ins Boot holen. Beispielsweise den Landkreis, die Busverkehr Märkisch-Oderland GmbH sowie Taxi- und Kleinbusunternehmen“, unterstreicht der Bürgermeister.       

 

 

Die 5. Hobby- und Freizeitmesse war gut besucht

Jetzt gibt es die Idee zum gemeinsamen Kochen und Rezepte austauschen, wenn es genügend Interessenten gibt 

 

Rehfelde (BAB) Zum fünften Mal ging am vergangenen Sonntag im Saal der „Alten Linde“ und vor der Gaststätte die Hobby- und Freizeitmesse über die Bühne. 27 Aussteller informierten über ihr Hobby und boten Kleinkunst an. Das Rahmenprogramm reichte von Tanz- und Gesangsdarbietungen und einer Modenschau bis hin zur Kochvorführung der Familie Schäfer. Im Haus H+M gegenüber gab es selbstgebackenen Kuchen und Kaffee. Dort konnte man sich die eingesandten Bilder des diesjährigen Fotowettbewerbes anschauen, die später prämiert wurden. Wie Bürgermeister Lutz Schwarz informierte, war zwischen 11 und 17.30 Uhr ein ständiges Kommen und Gehen von Gästen zu verzeichnen. Er dankte der BürgerGemeinschaft Rehfelde, die die Messe organisierte. Nach der Kochvorführung kam die Idee auf, daß man künftig gemeinsam kochen und Rezepte austauschen könnte. Die Gemeinde würde bei Bedarf geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung stellen, erklärte Schwarz. Interessierte Hobbyköche werden gebeten, sich beim Bürgermeister oder der Familie Schäfer unter bsw-schaefer@gmx.de zu melden.

Ich danke an dieser Stelle recht herzlich der fleißigen Organisationsgruppe der BürgerGemeinschaft Rehfelde (BGR e.V.) für die gelungene Veranstaltung. Mehr über den Ablauf der Messe und den Fotowettbewerb per Bilder unter: . Rehfelde hat wirklich viel an Freizeitgestaltungsmöglichkeiten zu bieten. Dies bewies nun bereits zum 5. Male
fotos.web.de/lulu_reh/Freizeitmesse_Rehfelde_2007
Vielleicht kann unsere Presse, die leider dieses Rehfelder Ereignis nicht besucht hat (außer Stienitz-aktuell) aus dem o.g. Informationen einen kleinen Beitrag bringen?

, ob sich Interessenten künftig in einem "Kochzirkel" treffen und gemeinsam Rezepte ausprobieren und verköstigen könnten. Deshalb hier gleich die Umfrage auf diesem Wege. Die Gemeinde könnte bei Bedarf dazu auch geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. Interessenten melden sich bitte bei mir (Rückantwort) 2. Hobbyköche und -köchinnen gesucht! Die Kochvorführung der Familie Schäfer zur Hobbymesse wurde sehr gelobt und es kam die Anfrage nach einer Möglichkeit oder der Familie Schäfer unter bsw-schaefer@gmx.de

 

 

Mehr Ladenfläche und Angebote bei „micklich“.de

Ungeduldige Harry Potter-Fans können am 27. Oktober um Mitternacht den 7. Band kaufen 

 

Strausberg (ioe) Nach dreiwöchiger Umbauphase öffnete die Buchhandlung „micklich.de" im Strausberger Handelscentrum am vergangenen Samstag wieder ihre Pforten. Das geräumige und in freundlichen Farben gestaltete Fachgeschäft findet viel Lob bei den Kunden. Inhaber Falko Micklich verdoppelte die Ladenfläche von 80 auf 160 m² und erweiterte das Sortiment an Kinder- und Jugendbüchern. Auch im Erstlesealter finden Mädchen und Jungen jetzt mehr Angebote. Außerdem gibt es die beliebten „Manga“-Bände, die von hinten nach vorn gelesen werden.

Im Hörbuchbereich erwartet die Kunden ein Service, der die Auswahl leichter macht. Man hält den Strichcode der Verpackung unter ein Lesegerät und kann dann mit Kopfhörern den Inhalt zur Probe hören.    

Am 27. Oktober sind ungeduldige und schlaflose Harry Potter-Fans um Mitternacht ins Handelscentrum eingeladen. Zur Geisterstunde wird bis um ein Uhr bei „micklich.de“ der 7. Band verkauft. Gleiches findet auch in der Buchhandlung von Falko Micklich in der Großen Straße statt.

Weitere Termine: Der Kinderbuchautor Ullrich Handke ist am 6. November in der Buchhandlung im Handelscentrum zu Gast und liest in der Zeit von 8 bis 9 Uhr aus „Maju und der weisse Drache" vor. Das Buch ist besonders geeignet für Kinder der 3. bis 5. Klasse. Während der Präsentation des neuen Guinness-Buches der Rekorde am 9. November (14 bis 18 Uhr) kann man Kuriositäten entdecken, selbst eigene Rekorde aufstellen und dabei etwas gewinnen.

 

 

Postfiliale im Handelscentrum

 

Strausberg (BAB) Die Deutsche Post AG hat ihre Meldung zum Standort einer Postfiliale konkretisiert, informiert die Stadtverwaltung. Die Bemühungen, die Partner-Filiale „Strausberg-Herrensee“ im Handelscentrum zu erhalten, waren erfolgreich.

Die Postfiliale zieht zum 19. November in den umgebauten Presseshop und wird das gleiche Leistungsangebot einschließlich der Bankleistungen beinhalten wie bisher.

 

 

KuMuLiKü

 

Die Idee zu KuMuLiKü geistert schon seit knapp zwei Jahren durch das Theodor-Fontane-Gymnasium Strausberg (TFG) und gelangt nun am 26. Oktober 2007 um 19.00 Uhr in der Tonhalle der Kreismusikschule Märkisch-Oderland (Hegermühlenstraße 8c) endlich an die Öffentlichkeit.

Wer oder was ist KuMuLiKü aber nun? – Am ehesten könnte man vielleicht von einem Kleinkunstversuch sprechen. In seiner vollen Länge steht KuMuLiKü für kulinarisch-musikalisch-literarisch-künstlerisches Programm, was aufgrund seiner Länge auf einem Plakat allerdings ziemlich sperrig aussehen würde.

Geboren wurde die Idee in der Vorweihnachtszeit des Jahres 2005 aus der zu diesem Zeitpunkt eigentlich nicht mehr ganz neuen Erkenntnis, dass es am Theodor-Fontane-Gymnasium Strausberg offenbar eine Vielzahl künstlerischer Talente gibt, die es verdienen, einer interessierten Öffentlichkeit bekannt gemacht zu werden. Es ist gewiss keine Neuigkeit, dass es für Grundschüler alljährlich Vorlesewettbewerbe gibt. Und es ist sicher auch nachvollziehbar, dass die erfolgreichen Teilnehmer an diesen Wettbewerben in den Folgejahren nicht plötzlich das Lesen verlernen. Es muss sie demnach noch irgendwo geben. Nun gestalten Schulen wie das Theodor-Fontane-Gymnasium und das Oberstufenzentrum Strausberg jedes Jahr beispielsweise Schulgalen, bei der zahlreiche Talente zu ihrer eigenen und zur Freude der Zuschauer ihr künstlerisches Können präsentieren. Wer aber die Gelegenheit hat, hinter die Kulissen dieser Veranstaltungen zu schauen, dem wird auffallen, dass hier leider nur solche Beiträge zu sehen sind, die in den jeweils konkreten Galarahmen passen. Sehr viele Juwelen bekommt man gar nicht zu Gesicht. Hier soll nun mit KuMuLiKü der Versuch gewagt werden, ein Podium für genau diese Künstler zu schaffen.

Ein erster Schritt dazu war in diesem Jahr die Erstellung einer Künstlerkartei durch die EvenTechTFG S-GmbH des Fontane-Gymnasiums, in der mittelfristig nicht nur junge Künstler des TFG erfasst werden sollen. Auf dieser Grundlage werden bei KuMuLiKü Beiträge zur Aufführung gelangen, die für ein Publikum in der Größenordnung von nicht mehr als etwa 120 Zuschauer geeignet sind. Der Fantasie wird von den Organisatoren dabei keine Grenze gesetzt. Von bildender Kunst über Tanz, Theater, Musik, Lyrik und Prosa – besonders eigene Texte, bis hin zur Ausstellung von Fotos kann der inhaltliche Bogen reichen. In Anlehnung an die sogenannten Jederman-Shows steht auch nicht professionelle Qualität, sondern vielmehr der Spaß und der anschließende lockere Austausch über das Dargebotene im Vordergrund. Das soll nicht heißen, dass die Veranstaltung auf einem qualitativ niedrigen Niveau rangieren soll, aber manch einer wird schon erlebt haben, wie anstrengend ein fehlerfreies Konzert gelangweilter Profimusiker sein kann. Das wird bei KuMuLiKü mit Sicherheit nicht passieren.

Wenn als Ergebnis der Veranstaltung am Abend des 26. Oktober neue Kontakte zwischen den teilnehmenden Künstlern oder den Künstlern und Zuschauern für die Verwirklichung neuer Ideen entstehen, wäre ein wichtiges Ziel der Idee erreicht. Und vielleicht stellt sich heraus, dass es sich lohnt, das Projekt KuMuLiKü auch in Zukunft weiter zu verfolgen, dann wird es schon im nächsten Jahr ganz sicher eine Wiederholung geben.

Die Eintrittskarten für KuMuLiKü sind zum Preis von 4 Euro (Schüler 2 Euro) im Sekretariat des Theodor-Fontane-Gymnasiums und am 26. Oktober an der Abendkasse ab 18.30 Uhr direkt in der Tonhalle der Kreismusikschule MOL erhältlich.

 

 

Malen und Töpfern in der einstigen Futtermühle

Ute und Otto Edel mieteten für ihre künstlerische Arbeit neue Räumlichkeiten mit einzigartigem Ambiente

 

Altlandsberg (ioe) „Jetzt ist es nicht mehr schlimm, wenn mal die Farbe umkippt. Das war in der Galerie in der Berliner Straße eine kleine Katastrophe“, meint Otto Edel, der kürzlich mit Malerfreunden und Kursteilnehmern den Einzug in sein neues Atelier mit einzigartigem Ambiente feierte. Das Ziegelsteingebäude beherbergte von 1903 bis 1911 eine Glasur- und Tonwarenfabrik, bis 1930 wurden hier Kolbenringe gefertigt. Von 1931 bis 1958 betrieben die Eltern des jetzigen Besitzers Rainer Ziegeldorf hier eine Futtermühle.

Das Atelier im Erdgeschoß mit Ausmaßen einer Halle teilt sich Otto Edel, der hier künftig seine Malkurse abhält, mit der Fredersdorfer Malerin Kerstin Studt. Beide loben das Entgegenkommen von Rainer Ziegeldorf, der den Mietern äußerst günstige Konditionen einräumte. In der ersten Etage wurden zwei Räume hergerichtet und mit einer Heizung ausgestattet. Diese nutzt Ute Edel für ihre Keramikkurse. „Da die Nachfragen immer größer wurden, haben wir zuletzt im Gutshaus unter sehr beengten Verhältnissen gearbeitet“, erzählt sie. Jetzt gibt es genügend Platz, drei große Fenster lassen viel Tageslicht hinein.

Im Sommer kann sich das Ehepaar Edel auf dem Gelände der einstigen Futtermühle Workshops und Kunstmärkte im Freien vorstellen. Und schließlich ist die Adresse in der Bahnhofstraße nach dem Einzug ins Atelier endlich das, was sie eigentlich sein soll - eine Galerie.

 

           

Kunstrasenplatz für Fußballer kommt

Auf dem Gelände des Sport- und Erholungsparks wird weiter investiert

 

Strausberg (ioe) Der neue Kunstrasenplatz für den FC Strausberg auf dem Gelände des Sport- und Erholungsparks ist beschlossene Sache, erklärte Ulrich Werner, Geschäftsführer der SEP GmbH, auf Nachfrage des BAB. Die Stadt beteiligt sich mit 300.000 Euro an dem Projekt, vom Land kommen 100.000 Euro Fördermittel, den Rest der Kosten erbringt der FC Strausberg über Eigenleistungen. Die Fertigstellung wird ungefähr sechs Monate dauern, schätzt Werner.

Weiterhin ist geplant, in den kommenden zwei Jahren gemeinsam mit der Steremat Beschäftigungsgesellschaft Schritt für Schritt einen Mehrgenerationen-Spielplatz anzulegen, für den jetzt eine Grobplanung vorliegt. Auf einer Fläche von 2500 m² soll es für Kleinkinder, Eltern und Senioren verschiedene Angebote für Sport, Spiel und Kommunikation miteinander geben. Der Geschäftsführer ist optimistisch, daß der Mehrgenerationen-Spielplatz als Brandenburgisches Pilotprojekt eingestuft wird, was die Beantragung von Fördermitteln leichter machen würde.

„Die psychologischen Barrieren, im Sport- und Erholungspark zu investieren, sind abgebaut“, so Werner. Er führt dies auf die Schaffung neuer Anlagen durch die Bundeswehr am Strausberger Standort zurück. Die Ansiedlung des  Kletterwalds „Climb up!“, die günstigen modernisierten Herbergen und die Vielfalt der Möglichkeiten, im Verein oder privat Sport zu treiben, hätten das Areal an der Landhausstraße inzwischen deutschlandweit bekannt gemacht. Bei der Zahl der Übernachtungen, die sich zu 80 Prozent auf die Ferien und Wochenenden konzentrieren, gibt es laut Werner einen Aufwärtstrend. 2002 bis 2005 wurde damit ein jährlicher Umsatz von 75.000 Euro erzielt, 2006 waren es 110.000 Euro. Demnächst hat sich ein Schwedischer Verein angemeldet, um sich über den SEP zu informieren, freut sich der Geschäftsführer. Für ihn ist der Sport das beste Zugpferd, Gäste nach Strausberg zu locken.

Neben den Stärken, wie beispielsweise die kurze Entfernung nach Berlin und Potsdam sowie die S-Bahn-Anbindung, hat der SEP auch noch Schwächen, räumt Werner ein. Straßen und Wege sowie die Parkplatzbeleuchtung müssen in absehbarer Zeit in Angriff genommen werden.

 

 

Liebeserklärung an einen kleinen See

 

(eb) Der Neu-Petershagener Werner Karnstedt (78) und seine Frau spazieren, wenn sie zum Mittagessen zum Seniorenzentrum „Kläre Weist“ gehen oder von dort kommen, meistens am Teilungssee  in Petershagen entlang. Da es ihnen dort besonders gut gefällt, hat Herr Karnstedt, der in seiner Heimat Adorf bei Bad Elster den Gedichtband „Unsere Natur und Heimat“ herausgebracht hat und schon seit seinem 14.Lebensjahr Gedichte schreibt, auch schon selbst wieder etwas gedichtet.

Da kein Verwandter mehr in ihrer Nähe lebte, haben Karnstedts Kinder, Enkel und Urenkel im Mai den Umzug der Eltern/Großeltern/Urgroßeltern gemanagt und ihnen in Petershagen ein schönes neues Zuhause geschaffen. Da sie auch bei den älteren Herrschaften immer mal vorbeischauen, sind jene sehr froh, im Doppeldorf zu leben und genießen die Fürsorge ihrer Familie.

 

 

Der Teilungssee

Er liebt die Stille dieser Flur,

die grünen Bäume uferwärts,

das Schilf zur Mitte ist sein Herz,

es schenkt ihm gerne die Natur.

 

Die Enten fühlen sich zuhaus‘,

und Freude gibt des Menschen Brot,

es mindert ihre Futternot

und ist wie ein Geburtstagsstrauß.

 

Durch Trauerweiden weht der Wind,

die Wolken zieh’n an euch vorbei,

das dieser See nicht traurig sei,

die Freude hat hier jedes Kind!

 

Doch auch die Hunde baden gern,

denn diese Wellen ziehn sie an,

der Mensch sie gut betreuen kann,

denn seine Liebe ist nicht fern.

 

Ach Teilungssee – wir lieben Dich,

denn die Natur ist hier hautnah‘,

ich selten etwas Schön’res sah,

die Seele neu verliebte sich!

Werner Karnstedt

 

 

Kreiselbau in Petershagen

 

(eb) Der Ortsteil Petershagen des Doppeldorfes Petershagen-Eggersdorf ist derzeit eine große Baustelle. Die Bahnhofsumgestaltung als größte Investition der Gemeinde im Jahr 2007 ist im Gange und der neue Fußgängertunnel in Richtung Elbestraße fast fertig. Nahe dem Reichelt-Einkaufsmarkt erfolgen die Bauarbeiten für einen Kreisverkehr. Unsere Fotos, entstanden am vergangenen Sonntag, zeigen das von drei Seiten – mit Blick von der Johannesstraße aus, in Richtung Giebelsee und in Richtung Petershagener Dorfkern.

Der Kreiselbau liegt in Regie des Landkreises genau wie der darauf folgende Ausbau der Eggersdorfer Straße über mehrere Jahre hinweg.

 

 

Sonnengärtnerei Hinz erhielt Existenzgründer-Sonderpreis

Da steht nicht nur Bio dran, sondern es ist auch Bio drin / Am 31.Oktober ab 12 Uhr bis zum Abend Erntedankfest / Auch im Winter geöffnet / Radio-Werbesports als Preis

 

Petershagen/Eggersdorf (eb) Andreas Hinz hat mit seiner Sonnengärtnerei am 9.Oktober in der Veranstaltung  zum Existenzgründerpreis Oderland den Sonderpreis 2007 erhalten. Der Petershagener Biogärtnermeister wertet dies vor allem als moralischen Anschub, der gut tut. Er dankt seiner Familie für deren Unterstützung, Lebenspartnerin Susann Preuß,  Sozialpädagogin, und sein Vater trugen wesentlich zur Entwicklung der Sonnengärtnerei bei, sei es durch den Schnitt der 160 (!) Apfelbäume (7 Sorten) oder gestalterische Elemente in der Gärtnerei.

Am 31. Oktober lädt Andreas Hinz wir nach keltischer Tradition zum Erntedankfest ein. Es beginnt um 12 Uhr und endet am Abend  je nach Wetter mit Lagerfeuer und Glühwein.

 Jeder Interessierte ist eingeladen. Wer selbst etwas vorstellen oder verkaufen will, ist ebenso willkommen und muss nur seinen Stand selbst mitbringen. Eine Voranmeldung ist zu empfehlen, per Mail  direkt in der Sonnengärtnerei.

 Auch wenn  am 31. Oktober der Sommer verabschiedet und der Winter begrüßt wird geht der Verkauf in der Sonnengärtnerei weiter. Der Grünkohl ist schon groß, Meerrettich und Rosenkohl folgen bald, Spinat und Feldsalat sind schon aufgegangen. Die Herbstrüben wollen offenbar auch als Wintergemüse geerntet werden, denn sie wachsen recht langsam. Damit und mit den gelagerten Äpfeln, dem Apfelsaft, Tee und Gewürzen hat die Bio-Gärtnerei auch bei Schnee immer etwas anzubieten.

Noch in diesem Jahr baut Gärntermeister Andreas Hinz (44), der sich mit seiner Lebensgefährtin sehr im Naturschutzbund engagiert, ein Gewächshaus auf seinen 4000 Quadratmetern errichten. Mit dessen Hilfe und mit dem ersten verrotteten Kompost kann er im Frühjahr erstmals Jungpflanzen anbieten. Apropos Frühjahr – BB-Radio wird dann 15 Werbspots zu je 20 Sekunden (ein Wert von 750 Euro)  über die Sonnengärtnerei bringen – das ist außer Urkunde und einer Tonfigur, die einen Vogel und einen Baum zugleich darstellt, der Sonderpreis für ihn als Existenzgründer, denn erst seit 2006 gibt es die Sonnengärtnerei in der Petershagener Waldstraße/Ecke Hubertusstraße. Geöffnet ist hier übrigens in einer Kernzeit von 14 bis 16 Uhr dienstags und donnerstags. Wer genau wissen will, ob ein Produkt wirklich ein Bioprodukt ist, achte darauf, dass es von der Öko-Kontrollstelle gekennzeichnet wurde. Bei der Sonnengärtnerei lautet das Biozertifikat DE 43.

 www.sonnengaertnerei.de, Tel. 033439 5 12 28

 

 

Sklavenorchester zu Halloween im Museumspark

 

Rüdersdorf (eb/ca) Von 15.00 Uhr bis 20.00 Uhr sind kommenden Sonnabend, am 27.Oktober, zu Halloween wieder  Gespenster, Hexen und andere Gruselgestalten im Museumspark Rüdersdorf unterwegs. Um 15.00 Uhr begrüßt die Trommlergruppe „Maamanjo“ des Heinitz-Gymnasiums Rüdersdorf  die Besucher. Wer sein musikalisches Talent erproben möchte, sollte unbedingt beim „Sklavenorchester“ vorbeischauen und mitmachen. In der Alchimistenwerkstatt  lassen es die  Zaubermeister dampfen, zischen und knallen.

Schauriges weiß  der Märchenonkel zu berichten. Sollte es dennoch missmutige Monster geben,  hält der Henker sie so lange in seinem Verlies fest und foltert sie, bis auch sie Freude an Halloween haben.    

Es findet  wiederum  Kürbisschnitzen statt,  Amulette, Traumfänger und Strohpuppen kann man basteln - kleine Monster lassen ihrer Phantasie freien Lauf, und natürlich gibt es wieder eine Schminkhexe.

Auch in diesem Jahr wird das schönste Kostüm wieder prämiert.

Für das leibliche Wohl ist selbstverständlich gesorgt.

Die Veranstaltung findet auch bei Regen statt, da sich die Stände in den alten Gemäuern befinden.

 

 

Schule Eggersdorf und Hort laden für den 7. Dezember ein

 

(sb/eb) Am Freitag, 7. Dezember findet von 16.00 bis 18.30 Uhr an der Grundschule Eggersdorf der jährliche Tag der offenen Tür und des Hortes statt.

Besonders eingeladen sind all jene Eltern, deren Kinder zum Schuljahr 2008/09 schulpflichtig werden. Sie können sich mit den Räumlichkeiten, den Unterrichtsmethoden und den Besonderheiten an der Schule sowie mit der Hortarbeit vertraut machen. 

Gleichzeitig können sie einen Termin für den Schuleignungstest an der Grundschule als auch für die schulärztliche Untersuchung in Strausberg vereinbaren.

Gemeinsam mit dem Schulförderverein EggSchu wird auch für das leibliche Wohl gesorgt werden.

 

 

Erfolgreiche Premiere der Messe55plus „Lebensfreude“

Sparkasse MOL organisierte im und vor dem „Klub am See“ mit Verbund- und anderen Partnern 32 Stände für Freizeit- und Lebensabendgestaltung

 

Strausberg (eb). „Lebensfreude“ nannte die Sparkasse Märkisch-Oderland ihre erste Messe für die Lebensgestaltung jener Frauen und Männer, die die 55 Jahre erreicht bzw. überschritten haben. Sie fand im Klub am See statt. Sparkassenvorstand Reinhard Kampmann und  Lutz Amsel in Vertretung des Landrates betonten zur Eröffnung, dass die Messe sich in  Zeiten von Jugendwahn an die ein wenig vernachlässigte Altersgruppe der über-55-Jährigen wenden wolle. Dies ist gelungen. Das Besucherinteresse war vor allem am Vormittag recht groß. Doch auch bis 18 Uhr kamen noch Interessenten an die 32 Stände, um sich bei Sparkassenverbundpartnern, Vereinen wie auch kleinen und größeren Unternehmen über das Sport- und Freizeitangebot der Vereine in MOL, zu speziellen Firmenangeboten in Gesundheits- und Geldfragen wie auch zum Hausbau zu informieren.

Bei ihren Fachvorträgen hatte sich die Sparkasse mit den entsprechenden Partnern einiges einfallen lassen – da ging es um Seniorensicherheit, Immobilienservice, Erben und Vererben, Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung und „König Kunde“ und sein Recht als Verbraucher.

 

 

Am 3. November wieder Kindersachen-Flohmarkt in Petershagen

 

Petershagen/Eggersdorf (eb) Am Sonnabend, 3. November, findet wieder der beliebte Flohmarkt für Kindersachen und -spielzeug in der Giebelseehalle Petershagen statt. Christine Friebe aus Fredersdorf-Nord organisiert bereits seit fünf Jahren diese Märkte, zu denen mittlerweile 130 Anbieter kommen. Von 14 bis 17 Uhr können Sie, liebe Leserinnen und Leser, am 3.November wieder Kleidung für Babies und Kleinkinder, für Jungs und Mädchen von ganz klein bis größer erstehen und müssen dafür vergleichsweise wenig Geld aufbringen.

Die Altlandsberger Stadtverwaltung steckt den Erlös solcher Flohmärkte in der Erlengrundhalle in die „Elternschule“ ihrer Stadtschule, berichtet Frau Friebe. Manch einer kennt die Mutter von sechs Kindern zwischen 8 und 27 Jahren auch als Zauberin „Christella“, denn sie tritt mit Zaubershows für Kinder wie auch Erwachsene in Kindereinrichtungen, Schulen und Firmen auf. Zu Einschulungsfeiern Ende August war sie gefragt, und vielleicht ist es auch ein heißer Tipp für Ihre (Kinder-)Weihnachtsfeier?

Tel. 033439 30 16 50

 

 

Veranstaltungshinweis

 

26.10.2007, 19 Uhr, Hotel Flora, Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative „Funkturmwächter“ und der Bürgerinitiative Lärmschutz A-10, B-1,5. Gäste sind herzlich willkommen.

 

 

Richtfest für ein Wohngemeinschaftshaus in Vogelsdorf

 

Fredersdorf-Vogelsdorf (wt) Am Freitag feierten die Investoren Ute und Bodo Schulz in Vogelsdorf Richtfest für ein Wohngemeinschaftshaus für Pflegebedürftige. Ute und Bodo Schulz, Inhaber einer Pflegeeinrichtung und des Hauses „Herbstsonne“ in Vogelsdorf investieren auf dem Grundstück der ehemaligen Gemeindeverwaltung ca. zwei Millionen Euro in ein Haus, das in drei Wohngruppen für jeweils acht bis zehn Bewohner auf jüngere Pflegefälle zielt. Beispielsweise Unfallopfer, bei denen die Pflege die häuslichen Möglichkeiten übersteigt, oder Beatmungs- und Dialysepatienten sowie Apalliker (Wachkomapatienten).

Bereits 2005 bewarben sich Ute und Bodo Schulz um das von der Gemeinde nicht mehr benötigte Grundstück. Das Genehmigungsverfahren dauerte seine Zeit, doch nun geht es richtig zur Sache. Die Firma Hassleben aus der Uckermark zog innerhalb eines halben Jahres den Rohbau hoch, so dass Ute Schulz zum Richtfest nur lobende Worte fand: „Auf dem Bau gab es keine bösen Worte und kein Streit. Ich hätte nie gedacht, dass man in so kurzer Zeit den von Architekt Karl-Heinz Blechinger entworfenen gekrümmten Baukörper hochziehen kann. Ein grosses Lob geht auch an die Handwerker aus der unmittelbaren Umgebung: die Firmen Harder, Weigel, Büttner, Olschewski, Fröhlich, Kulawik und Obst“.

Im Juni 2008 sollen die ersten Mieter einziehen. Dann stehen auch die für gemeinnützige Arbeit vorgehaltenen Vereinsräume zur Verfügung. Die Olympische Sportgemeinschaft, die Vogelsdorfer Gymnastikfrauen und die Vogelsdorfer Seniorengruppe bekundeten bereits ihr Interesse.

 

 

„Verrückte Qualität“ in der Pflege

 

Fredersdorf-Vogelsdorf (wt) Das 9. Alzheimer Symposium unter dem Motto „Verrückte Qualität“ hatte mit Alfred T. Hoffmann aus Bad Arolsen, er machte sich in Fredersdorf schon bei der Einführung der Alltagsbegleiter einen Namen, einen sachkundigen und kritischen Gastredner. Er hinterfragte in sehr eindrucksvoller Weise das Qualitätsverständnis im Umgang mit Dementen. „Wir müssen in den Einrichtungen wegkommen vom Denken in Arbeitsbereichen und so genannte „Fürstentümer“, wie Küche, Schichtdienst oder Wohnbereich, um nur einige zu nennen, stürzen. Verrückte Qualität heißt, dass sich Pflege und Begleitung nicht nach den Auffassungen und Maßstäben der Pfleger und Verwandten, sondern nach den Bedürfnissen der Bewohner der Einrichtung richten müssen. Um das voll durchzusetzen gibt es auch weiteren Handlungsbedarf beim Gesetzgeber, denn oftmals ist es schwer, die in den Einrichtungen geübte, auf die Dementen richtigerweise zugeschnittene Praxis, mit den vielen Verordnungen in Einklang zu bringen“.

Den Alltag im Katharinenhof am Dorfanger, der nach den Worten Hoffmanns sehr gut den von ihm genannten Kriterien nachkommt, schilderten im weiteren die Referenten des Katharinenhof. Gäste von anderen Einrichtungen, Pflegekräfte, Betroffene und Angehörige hörten von der Leitenden Therapeutin Michaela Krumrey wie mit viel Liebe und Aufmerksamkeit der Empfang und die Eingewöhnung neuer Bewohner vorbereitet wird. Wie tief sich die Mitarbeiterinnen in die Welt der Bewohner versetzen müssen schilderten die Wohnbereichsleiterinnen Ulrike Jäger und Barbara Ullbrich in ihren Themen zu: „Jeder Tag ist ein neuer Tag“ und „Feste feste feiern“. Claudia Menebröcker rundete den Nachmittag mit ihren Ausführungen zu „Tischlein deck“ ab. Allen Rednerinnen war eins gemeinsam, die Bedürfnisse und Befindlichkeiten der Bewohner vor die Vorlieben der Organisatoren zu stellen.

Das veranlasste Alfred T. Hoffmann abschließend zu der Bemerkung, dass hier die Qualität schon verrückt sei, hin zu den Bedürfnissen der Bewohner der Einrichtung.

 

 

Boxen statt Gewalt

3.  Internationales Turnier der WohnTheke Hellersdorf

 

Marzahn-Hellersdorf (e.n.) Der 21. Oktober brachte einen vorläufigen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte des Sportclubs Boxring Eintracht Berlin. Sein 3. Internationales Boxturnier, um den Pokal der Hellersdorfer WohnTheke, war nicht nur sportlich ein toller Erfolg. An zwei Tagen platzte die Turnhalle der „Caspar-Friedrich-Oberschule“ regelrecht aus den Nähten. Und es wurde großer Sport von Aktiven aus Tschechien, Polen, der Schweiz, Litauen, Holland und natürlich aus der Bundesrepublik geboten, wie auch Dr. Marlies Hartmann, die zugleich kaufmännischer Leiter bei der Wohnungsbaugenossenschaft „Hellersdorfer Kiez“ eG ist, bestätigte. Sie war als Hauptorganisatorin überglücklich als am Sonntag der Sieger des Turniers feststand. Nach dem letzten Kampf im Super-Schwergewicht zwischen dem Lokalmatadoren Ron Gätcke und dem Holländer Winston Edam (Olympia 75), es gewann mit 2:1 Richterstimmen der Berliner, sagte sie: „Ich freue mich nicht nur, weil die Berliner auch als Mannschaft das Turnier gewonnen haben, sondern es ist uns gelungen, eine großartig Werbung für den Sport und unseren Stadtbezirk generell zu machen. Als ich vor knapp drei Jahren mit der ersten Turnierorganisation beauftragt wurde, dachte ich, Boxen – oh je. Heute möchte ich sagen, Boxen ist ein faszinierender Sport der Kraft, Dynamik, Eleganz und vor allem Fairness miteinander vereint.“ Marlies Hartmann wollte in diesem Zusammenhang die Botschaft des Turniers „Boxen gegen Gewalt“ hervorheben und ausdrücklich betonen.

Diese Turnier hat eine lange Vorgeschichte, denn bereits seit 13 Jahren wird das Projekt „Boxen statt Gewalt“ verfolgt. Innerhalb dieser Bewegung geht es darum, die konsequente Förderung des Integrationsgedankens unter Zurückstellung persönlicher Vorbehalte, sowohl religiöser als auch nationaler Ursprünge, zu überwinden. Ein weiterer Ansatz ist, dass die Trainer Einfluß auf die Gesamtentwicklung der Kinder und Jugendlichen nehmen und Kontakte zwischen Schule und Elternhaus fördern. Der Verein Boxring SC Eintracht Berlin hat Dank seiner engagierten Hinwendung zur jungen Generation von sich Reden gemacht. Mitte der 90er Jahre starteten die Verantwortlichen das Integrationsprojekt „Boxen statt Gewalt“. So fanden und finden viele junge Leute den Weg zu anspruchsvoller Freizeitbetätigung.

Die Gründung erfolgte am 20. November 1994 durch den ehemaligen und langjährigen Nachwuchstrainer Harald Lange, der als erfolgreicher Unternehmer auch erster Sponsor war. Er holte sich mit dem ehemaligen Cheftrainer Horst Gülle einen erfolgreichen, erfahrenen Trainer ins Boot.

„Kinder von der Straße“ war von 1994 bis 1997 ein zentrales Motto des kleinen Kinder- und Jugendsportvereins in der Großsiedlung.  Fast genau ein Jahr nach der Gründung fand am 19. November 1995 der erste offizielle Wettkampf statt. Mit dem ersten Mannschaftssieg begann eine bis heute anhaltende, erfolgreiche Entwicklung, die in der bundesdeutschen Sportgeschichte einmalig ist. Ende des Jahres 2006 konnten Sportler, Trainer und Sponsoren auf 77 Medaillen bei Deutschen Meisterschaften (35 Deutsche Meister) und 152 Medaillen bei Landesmeisterschaften (88 Landesmeister) zurückblicken. Die Mannschaft hat in den letzten Jahren an 51 nationalen und internationalen Turnieren teilgenommen und zahlreiche Pokalsiege errungen. Heute treiben beim Boxring etwa 200 Kinder und Jugendliche regelmäßig Sport.

 

 

Was wann wo von A bis Z

 

3. November und 4. November

Am 3. November iIn der Zeit von 10 bis 18 Uhr und am verkaufsoffenen Sonntag, 4. November 2007 in der zeit von 12 bis 18 Uhr findet in der Hellen Passage in HELLE MITTE der 2. Hellersdorfer Kunst-, Antik- und Raritätenmarkt statt.

Vielfältige moderne Kunst und gemütliche, trödelige Raritäten sollen Kontrapunkt zur kühlen modernen Architektur des Stadtzentrums werden. Neben Möbeln, Gemälden & moderner Kunst, Antiquitäten, Schmuck, Porzellan & Glas sollen auch Bücher, Postkarten, Orden & Münzen sowie Sammelware aus DDR Zeiten, aber auch interessante Sammler- oder Designerstücke aus den 20er bis 70er Jahren, von Anfang an das Angebot ergänzen. An beiden Tagen werden Sachverständige kostenlos Antiquitäten, Sammelstücke, Briefmarken und Münzen begutachten. Anmeldungen für Marktstände können noch eingereicht werden (siehe Coupon). Erwünscht sind kommerzielle und private Anbieter von Raritäten und Antiquitäten, Sammler von Nostalgika, Malerei, Grafik, Fotographie, Mode-Kreationen/Accessoires, Glas und Keramik und anderes. Untersagt sind: technische Geräte, Videos, Haushalts- & Gebrauchsgegenstände der letzten Jahre und Neuware, der Verkauf von Symbolen, Musik und Gegenständen des Nationalsozialismus.

 

14. November ab 10 Uhr

Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“.

„Das literarische Frühstück“ präsentiert zur gewohnten Frühstückszeit den Bestsellerautor Jens Sparschuh mit seinem gerade erschienen Roman „Schwarze Dame“ in der Bezirkszentralbibliothek „Mark Twain“. Mit diesem klugen und hochkomischen Roman knüpft Jens Sparschuh an seinen Bestseller „Der Zimmerspringbrunnen“ an, indem er den Blick noch weiter nach Osten richtet und von deutsch-russischen Beziehungen erzählt.

 

14. November ab 10 Uhr

Bibliothek Ehm Welk

Die Märchenerzählerin Madame Knöpfchen zu ist Gast.  Eine Veranstaltung für Grundschüler

Eintritt 1 Knopf je Kind

 

Die Geschichte der Berliner Mühlen ist im Mühlenkabinett der Agrarbörse Deutschland Ost e.V. im KulturGut zu sehen. Einst klapperten in Berlin über 250 Windmühlen. Die Stadt wurde am heutigen Mühlendamm gegründet. „Hier kreuzten sich Handelswege zu Land und zu Wasser“, erklärt der Marzahner Müller Jürgen Wolf. Zur Zeit der Industrialisierung zählte Spree-Athen noch einhundert Großmühlen, jede wandelte täglich über 100 Tonnen Getreide in Mehl um. Jürgen Wolf hat Bauzeichnungen, Fotos, Stiche und Druckstöcke gesammelt. Einige Dokumente werden erstmals der Öffentlichkeit gezeigt.

Der Mühlenverein Berlin-Marzahn präsentiert seine Ausstellung in Alt-Marzahn 23 täglich von 9 bis 12.30 Uhr. Anmeldungen für Sonderführungen bitte bei Müller Jürgen Wolf, Telefon (030) 545 89 95.

 

Ausflugstip fürs Wochenende

Herbstlicher Farbenzauber in den „Gärten der Welt“

Die „Gärten der Welt“, vor allem der Japanische, Koreanische und Orientalische Garten zeigen sich jetzt von ihrer schönsten herbstlichen Seite. Schon von weitem strahlt das Rot-Orange der Zierkirschen und die verschiedenen Ahornsorten im Koreanischen und Japanischen Garten leuchten in allen erdenklichen Rottönen. Im Orientalischen Garten blühen noch gelbe Rosen und verschiedene Blütenstauden und die Zweige der Quittenbäume hängen voller gelber Früchte, den aromatisch duftenden Birnenquitten.

Ein Besuch am Wochenende ist sehr zu empfehlen, weil der Japanische, Koreanische und Orientalische Garten Ende Oktober schließen und winterfest gemacht werden. Ab dem 01. November 2007 können sie dann nicht mehr besichtigt werden und öffnen erst wieder im Frühling 2008 ihre Tore. Ganzjährig geöffnet bleiben der Chinesische und Balinesische Garten sowie der Irrgarten.

„Gärten der Welt“ im Erholungspark Marzahn

Eingänge: Eisenacher Straße (S7 Bhf. Marzahn/Bus 195, U5 Bhf. Hellersdorf / Bus 195);

Blumberger Damm (Mai bis Oktober) S-Bhf Mehrower Allee, Bus X 69.

Öffnungszeiten: täglich ab 9 Uhr, im Oktober bis 18 Uhr, November bis Februar 2008 bis 16 Uhr, Eintritt: bis 31. Oktober 3,00 Euro (erm. 1,50 Euro €), ab November 2 Euro, erm. 1,00 Euro

 

Bis zum 30. November

Ausstellung in der PYRAMIDE „haus_frau_haus – Zwischen Flucht und Verortung“ – eine Ausstellung der GEDOK Berlin und Gästen – Malerei . Installation – Fotografie – Lesungen. Siehe auch Meldungen.

Das Projekt der GEDOK Berlin kontrastiert mit Malerei, Installation, Fotografie, Lesung und Musik eine Vielzahl weiblicher Blickwinkel: traditionell & modern, nachdenklich & leise, humorvoll & provokativ und schafft einen Begegnungsraum zwischen Frauen aus unterschiedlichen Kulturkreisen und Lebensräumen. Künstlerinnen: Susanne Bayer, Angela Bröhan, Inge Denker, Gisela Genthner, Annegret Hauffe, Heike Huismann, Nur Özalp, Angelika Schneider von Maydell

(direkt am Bezirksamt Marzahn)

 

28. Oktober um 19 Uhr

„6. Lange Nacht der Senioren“ präsentiert von Siggi Trzoß im Freizeitforum Marzahn,

Im Programm sind vertreten: Steffi & Bert, Schlager, Humor und Parodie Bernd Petrak, Der Hauptmann von Köpenick Klempo, Der „kochende“ Humorist Andrea & Wilfried Peetz, Tanzen bis Mitternacht Preisträger: Grand Prix „Goldener Herbst 2007“ präsentiert von Siggi Trzoß

Marzahner Promenade 55.

 Nähere Infos unter Tel.: (030) 54 70 41 70.

 

Theater am Park,  Frankenholzer Weg 4

Kartenverkauf Montag bis Donnerstag von 8–15 Uhr, Freitag von 8–12 Uhr, Telefon: 514 37 14, Vorbestellungen außerhalb der Sprechzeiten über Anrufbeantworter

(Bus 154, Nähe S-Bahnhof Biesdorf und U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz)

 

Montag, 5.11., 10 Uhr

Puppentheater

Die drei kleinen Schweinchen, für Kinder von 4 bis 7 Jahren

Eintritt: 1 Euro

 

Dienstag, 6.11., 10 Uhr

Puppentheater

Die drei kleinen Schweinchen, für Kinder von 4 bis 7 Jahren

Eintritt: 1 Euro

 

Mittwoch, 7.11., 10 Uhr

Märchenfenster

Gemeinsam mit Euch spielen wir Rotkäppchen

Eintritt: 1 Euro

Donnerstag, 08.11., 10.00 Uhr

 

Wir machen heut' Musike

Gemeinsam mit Euch basteln wir Knispelkarla, Rasselrudi und Klapperkalle und machen mit ihnen Musik

Eintritt: 1,50 Euro

 

Montag, 12.11., 10 Uhr

Märchenfenster

Gemeinsam mit Euch spielen wir Rotkäppchen

Eintritt: 1 Euro

 

Dienstag, 13.11., 10 Uhr

Märchenfenster

Gemeinsam mit Euch spielen wir Hänsel und Gretel

Eintritt: 1 Euro

 

Mittwoch, 14.11., 10.00 Uhr

Hurra – Clown Jopi ist wieder da!

Musik und Spaß mit Clown Jopi und seinen vielen Instrumenten, für Kinder ab 4 Jahren

Eintritt: 2,50 Euro

 

 

Arztbesuch ist Vertrauenssache

 

Rüdersdorf. Seit dem 1. Juli 20047 ist die Augenabteilung der Poliklinik Rüdersdorf mit der Augenärztin Frau Dr. med. Ulrike Sanft durch die Kassenärztliche Vereinigung bestätigt.

Frau Dr. Sanft befindet sich bis Ende April im Mütterjahr und wird zum 1. Mai 2008 die Praxis übernehmen.

Die Poliklinik Rüderdorf, Klinik zur Ambulanten Versorgung, konnte Dr. med. Widad Amara (Facharzt für Augenheilkunde), gewinnen. Er ist durch seine langjährige Erfahrung und Tätigkeit mit sämtlichen Krankheitsbildern bestens vertraut

Dr. Amara hat von 1971 bis zum Jahr 200 erfolgreich selbst eine Augenarztpraxis in Düsseldorf geleitet. Bester Beleg für seine Qualifikation ist die Tatsache, dass er u.a. für die BfA (Bundesversicherungsanstalt für Angestellte) jahrelang als Gutachter tätig war. Ab 2000 hat er bis zum Juni 2007 bundesweit Praxisvertretungen übernommen.

 

 

Lesertelefonaktion „Haarausfall bei Frauen“ vom 13.9.2007 / Nachbericht

Haarausfall bei Frauen: „Nur eine frühzeitige Behandlung rettet Haare“

 

Etwa jede siebente Frau in Deutschland ereilt ein vermeintliches Männer-schicksal: der anlagebedingte Haarausfall. Und mit der schwindenden Haarpracht mag sich fast keine Frau kampflos abfinden. Die gute Nachricht: Der Haarausfall lässt sich in vielen Fällen stoppen! Die Experten unserer Telefonaktion berieten die Leserinnen auf dem aktuellen Stand der medizinischen Erkenntnisse. Für alle, die wegen der großen Nachfrage nicht durchkamen, hier die wichtigsten Fragen und Antworten:

 

Haben Frauen, die am anlagebedingten Haarausfall leiden, zu viele männliche Hormone im Blut?

Dr. Cornelia Salem, Gynäkologin: Nein, bei ihnen reagiert nur der Haarfollikel empfindlicher auf die männlichen Hormone im Blut als bei anderen Frauen. Das gleiche gilt für Männer, die am anlagebedingten Haarausfall, auch „androgenetische Alopezie“ (AGA), leiden. Die hauchdünnen Blutgefäße, die den Haarfollikel mit Nährstoffen versorgen, bilden sich zurück. Der Haarzyklus wird immer kürzer und die nachwachsenden Haare werden immer dünner und kürzer. Später wird nur noch unpigmentiertes so genanntes Vellushaar gebildet und schließlich wächst nahezu kein Haar mehr.

 

Welches Elternteil vererbt den Haarausfall?

Dr. med. Norbert Sijben, Allgemeinmediziner: Forscher der Universitäten Düsseldorf und Bonn haben ein so genanntes „Glatzen-Gen“ gefunden, das nur von der Mutter vererbt werden kann. Allerdings ist nicht dieses Gen allein für die verfrühte Glatzenbildung verantwortlich. Die Forscher gehen davon aus, dass weitere Gene eine Rolle spielen, die unabhängig vom elterlichen Geschlecht weitergegeben werden. Der Haarausfall kann also von mütterlicher und väterlicher Seite gleichermaßen vererbt werden.

 

Gibt es eine medizinisch sinnvolle Behandlung der AGA bei Frauen?

Dr. med. Rene Pschierer, Dermatologe:  Es gibt einen Wirkstoff, der für die Behandlung des anlagebedingten Haarausfalls bei Frauen zugelassen ist und dessen Wirksamkeit medizinisch gut belegt ist: Minoxidil – eigentlich ein Blutdrucksenker. Warum es so gut gegen den Haarausfall wirkt, ist bislang ungeklärt. Das Präparat wird täglich auf die betroffenen Stellen der Kopfhaut aufgetragen. Es ist unter dem Handelsnamen „Regaine“ in der Apotheke erhältlich.

 

Und was ist mit den ganzen Shampoos und Tinkturen, die damit werben, den Haarausfall zu stoppen?

Dr. Pschierer: Für diese Mittel ist eine medizinische Wirksamkeit nicht belegt! Wenn Sie unter Haarausfall leiden, sollten Sie einen Dermatologen aufsuchen.

 

Wie stellt der Arzt die Diagnose „androgenetische Alopezie“?

Dr. med. Rita Irena Scheer, Dermatologin: In der Regel ist eine klinische Untersuchung für die Diagnose ausreichend. Der Arzt beurteilt dazu das äußere Erscheinungsbild des Haarausfalls. Bei Frauen mit anlagebedingtem Haarausfall verbreitert sich typischerweise zuerst der Mittelscheitel. Im zweiten Stadium wird eine etwa handflächengroße Ausdünnung am Oberkopf sichtbar und bei fortschreitender Erkrankung ist die Kopfhaut immer stärker zu sehen. Im Zweifelsfall kann eine Trichogrammuntersuchung Aufschluss über die Erkrankung geben. Dazu wird aus einem betroffenen Areal ein Büschel von mehr als 50 Haaren ausgezupft und unter dem Mikroskop beurteilt.

 

Wachsen unter der Behandlung mit Minoxidil bereits verlorene Haare wieder nach?

Dr. Scheer: Die Behandlung kann den Haarausfall stoppen und bei noch vorhandenen Haaren verbessert es die Haarstruktur, die Dicke und das Längenwachstum. Trotzdem ist es wichtig, bereits bei den ersten Anzeichen eine klare Diagnose einzuholen und den Haarausfall dann auch zu behandeln!

 


Warum wird der Haarausfall bei Frauen nicht mit Finasterid behandelt, das bei Männern gute Ergebnisse erzielt?

Dr. Pschierer: Finasterid ist für die Behandlung von Frauen nicht zugelassen, da es eine fruchtschädigende Wirkung hat. Und bei Frauen, die nicht mehr im gebärfähigen Alter sind, ist es vollkommen wirkungslos.

 

Wie lange muss ich die Behandlung mit Minoxidil durchführen?

Ines Leibold, Apothekerin: Erst einmal müssen Sie drei bis vier Monate durchgehend behandeln, um festzustellen, ob Sie auf die Therapie ansprechen. Keine Angst, wenn sich nach vier bis sechs Wochen der Haarausfall zunächst verstärkt: Dieses sogenannte „Shedding“ ist ein gutes Zeichen! Hat sich bei Ihnen die Therapie als wirksam erwiesen, müssen Sie die Behandlung dauerhaft fortsetzen.

 

Bei mir ist der Haarausfall schon ziemlich weit fortgeschritten, jetzt denke ich über eine Haartransplantation nach...

Dr. Scheer: Diese Möglichkeit gibt es. Das Verfahren gilt mittlerweile als technisch ausgereift, Sie sollten sich aber auf jeden Fall an einen Arzt mit Erfahrung im Bereich der Haartransplantation wenden. Bei der Operation werden kleine Kopfhautstücke mit den Haarwurzeln aus dem Bereich am Hinterkopf entnommen, in kleinste Teile mit ein bis drei Haaren zerlegt und in die kahlen Stellen verpflanzt. Hier wachsen die Haare dann ein Leben lang. Denn die Haarwurzeln aus dem Haarkranz am Hinterkopf zeigen keine Reaktion auf die männlichen Hormone im Blut. Die Kosten für diesen Eingriff müssen Sie selbst bezahlen, sie liegen bei etwa 6000 bis 8000 Euro.

 

Ich habe nach der Geburt meiner vier Kinder eine sehr starke Menstruation und Haarausfall. Besteht da ein Zusammenhang?

Dr. Eva J. Kulka, Gynäkologin: Ja, allerdings. Durch den starken Blutverlust während der Menstruation kann ein Eisenmangel auftreten, der den Haarausfall verursacht. Die Therapie zielt hier in erster Linie darauf, die starken Blutungen zu drosseln, entweder durch die Gabe von Hormonen oder eine Operation.

 

Seit meine Tochter in der Pubertät ist, hat sich ihr Haar sichtbar verdünnt. Können das erste Anzeichen von anlagebedingtem Haarausfall sein?

Dr. Christina Roth, Allgemeinmedizinerin: Ja, das ist durchaus möglich. Erste Anzeichen der AGA können bereits mit Beginn der Pubertät auftreten. Am häufigsten wird die Erkrankung aber zwischen dem zwanzigsten und dreißigsten Lebensjahr sichtbar, danach kommt es meist zu einer Ruhephase. Die nächste aktive Phase fällt dann oft mit dem Beginn der Wechseljahre zusammen. Der langfristige Verlauf der AGA ist nicht vorhersehbar und hängt von der ererbten Veranlagung ab. Sie sollten mit Ihrer Tochter auf jeden Fall einen erfahrenen Dermatologen aufsuchen, der eine Diagnose stellen kann.

 

Ich verliere über den Kopf verteilt und nicht nur an bestimmten Stellen  Haare. Was kann dahinter stecken?

Dr. Roth: In diesem Fall handelt es sich um einen so genannten diffusen Haarausfall. Die Ursachen können wiederum ganz unterschiedlich sein. Sie reichen von hormonellen Störungen, Eisenmangel, Schilddrüsenfunktionsstörungen bis zur Einnahme bestimmter Medikamente. Die Medizin kennt noch viele weitere Formen von Haarausfall. Wichtig ist immer die genaue Abklärung durch den erfahrenen Dermatologen.

 

 

Lesertelefonaktion „Welt-Osteoporosetag“ vom 20.10.2007 / Nachbericht

„Hinter Rückenschmerzen kann sich ein Wirbelbruch verbergen!“

 

Auf große Resonanz ist die Lesertelefonaktion am Weltosteoporosetag gestoßen – kein Wunder, denn mit rund sieben Millionen Betroffenen hierzulande gehört die Osteoporose zu den großen Volkskrankheiten. Neben einer möglichst frühen Diagnose der Krankheit stand die Frage nach der optimalen Therapie im Vordergrund. Besonders interessiert zeigten sich die Anruferinnen und Anrufer an Lösungen, die eine hohe Wirksamkeit mit einer unkomplizierten Einnahme der Medikamente verbinden. Für alle, die nicht persönlich mit einem Experten sprechen konnten, hier die wichtigsten Fragen und Antworten:

 

Woher weiß ich, ob ich ein erhöhtes Osteoporose-Risiko habe?

PD Dr. med. Birgit Hermann: Die Osteoporose ist eine Krankheit, die vor allem bei Frauen jenseits der Wechseljahre auftritt. Schätzungsweise jede zweite Frau über 65 ist von Osteoporose betroffen. Neben Alter und Geschlecht sind wichtige Risikofaktoren ein gehäuftes Auftreten der Krankheit in der Familie, eine Milchzuckerunverträglichkeit und Immobilität. Auch eine langjährige, regelmäßige Kortisontherapie kann das Risiko für eine Osteoporoseerkrankung erhöhen.

 

Warum wird die Osteoporose oft erst so spät erkannt und behandelt?

Dr. med. Parvis Farahmand: Leider wird trotz Kenntnis der Risikofaktoren keine so genannte DXA-Knochendichtemessung vorgenommen, die eine Minderung der Knochendichte feststellen kann. Darüber hinaus wird trotz Rückenschmerzen häufig nicht auf eine Osteoporose hin untersucht. Hinter diesen Rückenschmerzen kann sich aber ein Wirbelbruch verbergen, der lange nur unzureichend und allein mit Schmerzmitteln behandelt wird. Die Diagnose Osteoporose wird in vielen Fällen so erst nach Jahren gestellt, oft erst nach einem wiederholten Knochenbruch. 

 

Ist die Diagnose von Osteoporose schmerzhaft?

Dr. med. Isolde Frieling: Nein, überhaupt nicht. Die DXA-Messung ist das am häufigsten eingesetzte Verfahren zur Diagnose der Osteoporose. Der Patient liegt bequem auf einer Liege und ein sehr geringer Röntgenstrahl wird durch die Knochen an Wirbelsäule und Oberschenkelhals geschickt. Der Computer rechnet dann den Calciumgehalt des Knochens und damit die Knochendichte aus. Dabei sollten Faktoren, die das Messergebnis verfälschen können, berücksichtigt werden. Dazu gehören alte Brüche, Skoliosen, eine Verkalkung der Aorta und Arthrose.

 

Mein Arzt wollte bei mir keine Knochendichtemessung vornehmen, da ich noch keinen Knochenbruch hatte. In meiner Familie tritt aber gehäuft Osteoporose auf, ich bin aber erst vierzig und würde gerne frühzeitig etwas unternehmen...

PD Dr. Hermann: Dann würde ich Ihnen empfehlen mit etwa 60 Jahren eine Knochendichtemessung vornehmen zu lassen. Falls es zu Ereignissen wie einem Knochenbruch gekommen ist, natürlich auch schon früher. Dann zahlt die Krankenkasse die Untersuchung. 

 

Ich vergesse häufig, die Medikamente zur festgeschriebenen Zeit einzunehmen. Gibt es eine Alternative, bei der man nicht so oft an die Tabletten denken muss?

Dr. med. Holger Willenberg: In der Wirkstoffgruppe der so genannten Bisphosphonate gibt es Tabletten, die nur ein Mal monatlich eingenommen werden müssen. Außerdem besteht die Möglichkeit, den Wirkstoff als Kurzinfusion verabreicht zu bekommen. Je nach Präparat erfolgt die Behandlung in einem Intervall von drei Monaten oder sogar nur einmal jährlich! Diese Darreichungsform ist vor allem für Patienten geeignet, die auf die Tabletten mit Nebenwirkungen im Magen-Darmtrakt reagieren oder häufig die Einnahme vergessen.

 

Zusätzlich zu meinen Osteoporose-Medikamenten nehme ich täglich Calcium und Vitamin D. Kann ich mir das bei der neuen Spritze sparen?

Dr. Willenberg: Nein, Calcium und Vitamin D müssen als Basisversorgung immer zusätzlich genommen werden! Dabei gibt es hoch dosierte Vitamin D Präparate, die monatlich gegeben werden. Die Calcium-Tabletten müssen Sie aber täglich schlucken.

 

Kommt die Jahresspritze für alle Patienten mit Osteoporose infrage?

Dr. Willenberg: Es gibt eine Reihe verschiedener Wirkstoffe, die sich in der Behandlung der Osteoporose bewährt haben. Welcher davon zum Einsatz kommt, sollte von Fall zu Fall entschieden werden. Neben den Bisphosphonaten, zu denen auch die Jahresspritze mit dem Wirkstoff Zoledronsäure gehört, werden vor allem so genannte SERMs, Strontium und Parathormon gegeben. Alter, Geschlecht und Ursache der Erkrankung spielen eine wichtige Rolle bei der Wahl des passenden Medikaments. Bisphosphonate werden in erster Linie zur Senkung des Risikos von Knochenbrüchen eingesetzt. Zugelassen ist die Jahresspritze bislang nur für Frauen jenseits der Wechseljahre.

 


Mir wurden mit 38 beide Eierstöcke entfernt. Gehöre ich deshalb zur Risikogruppe?

Dr. Frieling: Ja, denn die Einwirkung von Östrogen bremst den Knochenabbau in den Zellen. Durch den Verlust der Eierstöcke ist der Östrogenspiegel in Ihrem Blut viel früher als üblich auf ein sehr niedriges Niveau abgesunken. Um einer Osteoporose vorzubeugen, sollten Sie mit Ihrem Frauenarzt die Möglichkeit einer Hormonsubstitution besprechen. Ansonsten können Sie selbst viel für Ihre Knochen tun: Bewegen Sie sich regelmäßig, achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung und nehmen Sie zusätzlich ein Calcium und Vitamin D  Präparat.

Wirkt die Jahresspritze auch bei weit fortgeschrittener Osteoporose?

Dr. med. Parvis Farahmand: Das Medikament wird sowohl zur Behandlung der fortgeschrittenen Osteoporose als auch in früheren Stadien der Erkrankung eingesetzt. Dabei entscheidet das individuelle Frakturrisiko über die Anwendung des Bisphosphonats. Bisphosphonate hemmen den Knochenabbau. Sehr schwere Fälle von Osteoporose behandelt man unter anderem mit Medikamenten, die zum Knochenaufbau führen können.

 

Gibt es einen Unterschied in der Wirkung der oral eingenommenen und injizierten Bisphosphonate?

Dr. Farahmand: Die injizierbaren Bisphosphonate sind technisch weiterentwickelt worden und in ihrer Wirkkraft stärker, wodurch man sich weitere Vorteile erhofft. Werden die oralen Bisphosphonate korrekt eingenommen, erzielt man in etwa einen vergleichbar guten Erfolg.

 

Wie finde ich einen Osteoporose-Spezialisten?

PD Dr. Hermann: Das Kuratorium Deutsche Knochengesundheit ist mit hochkarätigen Osteoporosespezialisten besetzt. Unter der Telefonnummer 0900-1 85 45 25 (25 Cent / Minute), oder im Internet unter www.osteoporose.org, können Sie Informationsmaterial anfordern und Adressen von qualifizierten Ärzten in Ihrer Nähe erfahren.

 

Was kann ich zur Vorbeugung tun?

Dr. med. Wolfgang Ehses: Ganz wichtig ist viel Bewegung im Freien. Sportliche Betätigung fördert die Aufbauprozesse in unseren Knochen, das Sonnenlicht braucht unser Körper, um Vitamin D zu bilden. Eine knochengesunde Ernährung mit viel Calcium und Vitamin D ist ebenso unerlässlich. Gute Calciumlieferanten sind Milch, Käse, Joghurt und ein calciumreiches Mineralwasser. Vitamin D ist beispielsweise in Olivenöl und fettem Fisch wie Lachs und Makrele enthalten.

 

Ich nehme seit etwa zwei Jahren Alendronat, da bei mir eine verminderte Knochendichte festgestellt wurde. Mein Zahnarzt hat gesagt, dass es unter Anwendung des Präparats zu einer Kiefernekrose kommen kann. Jetzt habe ich die Tabletten abgesetzt...

Dr. Frieling: Bei Patienten, die mit Bisphosphonaten gegen Osteoporose behandelt werden, ist eine Kiefernekrose äußerst selten. Etwas häufiger kommt sie bei Tumorpatienten, die wegen ihrer Knochenmetastasen Bisphosphonate in sehr viel höherer Dosierung einnehmen vor. Ich würde in Ihrem Fall daher dringend dazu raten, die Osteoporose-Medikamente weiter zu nehmen.

 

 

Schlafen und schlafen lassen – für Schnarcher oft ein Problem

Telefon-Ratgeber mit Experten, Mittwoch, 31. Oktober, 10 bis 17 Uhr, Kostenlose Hotline 0800 – 0 90 92 90

 

Geteiltes Leid ist halbes Leid? Das gilt nicht immer: Schnarcher stören oft die Nachtruhe ihrer Mitschläfer empfindlich – und schon verdoppelt sich der Leidensdruck. Etwa 10 bis 30 Prozent der deutschen Erwachsenen schnarchen. In harmlosen Fällen sind die Atemgeräusche während des Schlafs nicht lauter als das Brummen eines Kühlschranks – im Extremfall hat der Partner das Gefühl neben einem Pressluftbohrer zu nächtigen. Das ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch die Gesundheit des Schnarchers ernsthaft gefährden! Umso dankbarer sind Betroffene für jeden Tipp, der ihnen wieder zu ruhigen Nächten verhilft.

 

Schuld ist ein physikalisches Phänomen: Im Schlaf erschlafft die Muskulatur des Nasen-Rachenraums bei jedem Menschen. Bei Schnarchern sind zusätzlich die oberen Luftwege aus unterschiedlichen Gründen verengt. Erschlafft nun der Muskelschlauch im Rachen, beginnt das Gewebe von Gaumen und Rachen zu vibrieren – wir schnarchen.

 

Wieso, weshalb, warum?

Wer Abhilfe schaffen will, muss den Ursachen seines Schnarchens auf den Grund gehen. Ist die Nasenatmung durch instabile Nasenflügel, eine verkrümmte Nasenscheidewand oder vergrößerte Gaumen- und Rachenmandeln behindert? Oder haben sich in Folge starken Übergewichts vermehrte Fettablagerungen im Rachen- und Zungenbereich gebildet? Auch Alkoholgenuss, die Einnahme bestimmter Medikamente und der Schlaf in Rückenlage können Gründe fürs Schnarchen sein.

 

Schnarchen kann gefährlich werden

Grundsätzlich gilt: Jeder Mensch, der regelmäßig laut schnarcht und das in allen Körperlagen, sollte zum Arzt gehen. Denn Schnarchen ist nicht nur lästig, es kann sogar gefährlich werden. Bei einem Teil der Schnarcher kommt es zu einer so genannten Schlafapnoe. Bei ihnen setzt während der Nachtruhe immer wieder die Atmung aus. Unbehandelt kann eine Schlafapnoe der Auslöser für Bluthochdruck, Herzversagen sowie Herz- und Schlaganfall sein!

 

Ruhe jetzt!

Und die „einfachen“ Schnarcher, die keiner medizinischen Behandlung bedürfen? Sie sollten auf Alkohol vor dem Schlafengehen verzichten, Übergewicht reduzieren und sich in Apotheke oder Sanitätshandel nach Hilfsmitteln umschauen. Aber auch hier ist es wichtig, die Ursache des Schnarchens zu kennen. Ist der Schlaf in Rückenlage schuld, kann ein eingenähter Tennisball im Rückenteil des Pyjamas helfen. Hat der Betroffene eine Verengung im vorderen Bereich der Nase, verspricht ein so genannter Nasenschmetterling gute Hilfe. Er erweitert die Nase von innen und erleichtert so die Atmung.

 

Kostenloser Expertenrat am Telefon

Ich habe früher nie geschnarcht, aber seit einiger Zeit beschwert sich mein Mann. Kann das Schnarchen am Alter liegen? Meine fünfjährige Tochter hat seit einiger Zeit einen sehr unruhigen Schlaf und schnarcht laut. Sollte ich mit ihr zum Arzt gehen? Bei Anstrengungen atme ich oft automatisch durch den Mund, außerdem schnarche ich. Besteht da ein Zusammenhang? Kompetenten Rat bei allen Fragen zum Thema Schnarchen erhalten sie bei unserer kostenfreien Lesertelefonaktion. Am Telefon:

 

·        Dr. med. Joachim T. Maurer, stellvertretender Klinikdirektor Universitäts-HNO-Klinik Mannheim

·        Dr. Matthias Berger, Oberarzt / Schlafmediziner Leiter des Diagnostischen Therapeutischen Schlafmedizinischen Zentrums Karlsruhe (DTSZ)

·        Prof. Dr. Rainer Weber, Facharzt für HNO-Heilkunde, Städtisches Klinikum Karlsruhe

·        Dr. med. Eva-Maria Karow, Ärztin Bad Ems

·        Dr. med. Thomas Klimaschka, Arzt für Sportmedizin, Nassau

·        Uwe Brunner, Arzt für Allgemeinmedizin, Weinheim

 

Rufen Sie an: Mittwoch, 31. Oktober, 10 bis 17 Uhr. Gebührenfrei unter 0800 – 0 90 92 90.

 

 

Von Oktober bis Ostern: Sind Winterreifen Pflicht?

Telefon-Ratgeber mit Experten am Mittwoch, 24. Oktober, 10 bis 17 Uhr, Kostenfreie Hotline 0800 – 5 33 22 11

 

Winterreifen? Brauch’ ich nicht, bei uns schneit’s doch eh’ nicht ... Weit gefehlt! Nicht nur auf Schnee und Eis - bereits bei Temperaturen unter sieben Grad, Nässe oder Raureif sind Winterreifen den Sommerreifen haushoch überlegen. Wer in der kalten Jahreszeit sicher unterwegs sein will, sollte daher sein Auto unbedingt mit Winterreifen ausrüsten. Und seit Mai 2006 schreibt auch die Straßenverkehrsordnung allen Fahrern und Fahrerinnen vor, die Bereifung den Wetterverhältnissen anzupassen.

Damit das Wetter einen nicht kalt erwischt, empfehlen die Experten des Deutschen Verkehrssicherheitsrats e.V. (DVR) im Rahmen ihrer Initiative PRO Winterreifen allen Autofahrern, von Oktober bis Ostern grundsätzlich nur mit Winterreifen auf der Straße unterwegs zu sein. Denn wer mit Sommerreifen unverhofft auf eine glatte Straße gerät und einen Unfall verursacht, muss 40 Euro Bußgeld zahlen und kassiert einen Punkt in Flensburg – ganz zu schweigen von der Gefahr für Leib und Leben.

 

Die Mischung macht’s

Die besondere Mischung und die Oberflächenstruktur verschaffen dem Winterreifen bei Kälte, Schnee und Eis den großen Vorteil. Der Naturkautschukanteil ist bei Winterreifen höher, so bleibt das Gummi auch bei Minustemperaturen geschmeidig und härtet nicht so schnell aus. Im Profil sind bis zu 2000 zusätzliche Lamellen eingearbeitet, die sich mit der Fahrbahn verzahnen und so für eine deutlich höhere Haftung sorgen.

 

Sicherheit im Blick

Achten Sie bei Ihren Winterreifen auf gute Qualität, eine ausreichende Profiltiefe von mindestens vier Millimetern und den richtigen Reifendruck. Wenn Sie jetzt noch Bremsen und Batterie checken und die Frostschutzvorräte auffüllen, steht einem sicheren Start in den Winter nichts mehr im Wege!

 

Expertenrat am Telefon – kompetent und kostenfrei

Sind Ganzjahresreifen genauso gut wie Winterreifen? Wo kann ich mich über die Qualität der verschiedenen Winterreifen informieren? Worauf sollte ich beim Online-Reifenkauf achten? Diese und alle weiteren Fragen zum Thema beantworten Ihnen die Experten unserer Lesertelefonaktion.

 

·                    Hans-Jürgen Drechsler; Geschäftsführer BRV - Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (Technik, Einlagerung & Reifenfachhandel)

·                    Werner Sauerhöfer; DVR - Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V., Sprecher Initiative PRO Winterreifen (Winterausrüstung allgemein)

·                    Peter Boecker; stellv. Abteilungsleiter für Kraftfahrt- und Kaskoschäden DEVK Versicherungen, (Versicherungsfragen)

·                    Thomas Plehn; Marketingmanager Goodyear/Dunlop (Technik Winterreifen)

·                    Torsten Helfen; Prüfingenieur der KÜS - Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e.V. (technische Fragen Kfz)

·                    Ralf Sanner; Generalsekretär des ACV - Automobil-Club Verkehr Deutschland, (rechtliche Fragen StVO)

·                    Hans-Walter Kaumanns; Technischer Referent beim ZDK - Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes e. V. (Autohaus / Kfz-Werkstätten)

 

Rufen Sie an: Mittwoch, 24. Oktober, 10 bis 17 Uhr. Kostenfreie Rufnummer 0800 - 5 33 22 11.