Sehr geehrter Herr Dr.
Donath,
Sie erinnern sich, - wir
waren Ende 2009 im Gedankenaustausch
betr. Verwendung des Kürzels BRD. Dies
nur zur Einleitung.
Im Zusammenhang einer persönlichen
Nachfrage zur Straßenbaustelle an der B1 / B5 (von der Landesgrenze Berlin in
Richtung Hoppegarten / Vogelsdorf zur
Autobahn) stieß ich auf ein
sprachliches Kuriosum. Teilabschnitte
der Straßenschäden sind bereits fachlich abgeschlossen (Schlaglöcher der
Betonfahrbahn wurden bituminös beseitigt) , doch die
Absperrung steht noch immer und so ich
wollte beim Landesbetrieb für Straßenwesen Brandenburg nur mal die Auskunft,
weshalb die Sperrung des äußeren Fahrstreifens nach wie vor besteht und warum
diese fertigen Fahrbahnabschnitte nicht für den Verkehr freigegeben werden. Im
Internet finden Sie unter „Straßenwesen Brandenburg“ >Landesbetrieb
Straßenwesen >Aktuelle Bauinformation > Baustellen > Suche: Hoppegarten den Eintrag „HAVARIE
– Straßenschäden“ , B1 / B5 , Landesgrenze Berlin –
Abzweig L338 , Sperrung des rechten Fahrstreifens usw. Bei Eingabe von HAVARIE - Baustellen
wird man auch an anderer Stelle fündig. Ich habe HAVARIE- Sprachschöpfungen in
einem solchen Zusammenhang noch nicht gehört.
Gern würde ich hierzu Ihre
Meinung erfahren und ob Sie daran interessiert sind, in Ihrer „BAB“ mal in
einer Kolumne dazu beizutragen, auf diese Vergewaltigung der deutschen Sprache
aufmerksam zu machen. Wie ich feststellen musste, ist die sprachlich falsche
Verwendung bereits derart als „normal“ in den Köpfen, dass man gegensteuern
sollte. Es kann doch nicht sein, dass man einer
HAVARIE inhaltlich beinahe alles
zuordnet und unterbringt was einem in den Sinn kommt und somit Sprache
verkommen läßt. Wenn Schiffe ,
Flugzeuge oder Fahrzeuge zusammenstoßen, dann ist das eine Havarie, aber doch
nicht, wenn schlicht Straßenschäden - wie stark auch immer - zu verzeichnen
sind.
Ihrer Antwort sehe ich
entgegen.
Mit freundlichen Grüßen
Knut Herold