Guten Tag Herr Donath,

 

wieder einmal nehme ich zu zwei ihrer Beiträge Stellung.

Sie schreiben, das der Arbeitgeber - wer gibt wem Arbeit?ist es nicht ihre Kundschaft die Ihnen die Arbeit, sprich Aufträge gibt?- die 10€/h berappen soll. Das ist ja wohl falsch, wieder schreiben Sie besseren Wissens, wenn Sie so ein Marxkenner sind. Wer macht denn die Arbeit? Sind das nicht ihre Anzeigenberater,Drucker und Austräger, die ihre Arbeit, die sie allein nicht bewältigen können erledigen?Das hat auch nichts mit dem Mehrwert zu tun, dieser kann nur grösser oder niedriger werden. Bei den Sozialabgaben erkennen Sie es ja richtig, es ist der Arbeiter- nicht der Arbeitnehmer- der es mit seiner Leistung erbringt.Im übrigen sollte Ihnen klar sein, das Sie ihren Arbeitern ab dem ersten Arbeitstag den Lohn schuldig sind, den Sie dann sozusagen mindestens 30 Tage oder länger als Kredit zur Verfügung haben - mir ist klar, das auch Sie erst die Rechnung schreiben und die Begleichung dieser Rechnung abzuwarten haben, aber es bleibt dabei, Sie stehen mit dem ersten Arbeitstag Ihrer Mitarbeiter bin deren Schuld. Nun zu Ihrem Fall der Produktivität:Wenn Sie eine neue Druckmaschine kaufen und da einen Arbeiter daran stellen, dann wird der damit eine hohe Produktivität erzielen. Nun haben Sie aber vielleicht noch mehr Druckmaschinen, bestrafen Sie dann die anderen Arbeiter, weil sie nicht so produktiv sein können? Bestrafen Sie die Mitarbeiter, weil diese nur die "Schippe" von ihnen bekommen haben und einer den "Bagger"? Warum eigentlich soll eine Stunde mit der Schippe arbeiten weniger Wert sein als die Stunde des Arbeiters am Fliessband? Wie lange halten Sie an der Schippe durch? dann Wissen Sie, was es heißt. Das bezieht sich natürlich nur auf die Stundenvergütung der Arbeiter selbst. das die Stundenverrechnungssätze andere sind, sollte klar sein.Da es ja auch noch das konstante Kapital gibt, das dabei einfliesst und da ist die Schippe billiger als das Fliessband und die Montagehalle. Zum Kredit, hatte ich Ihnen ja schon letztens geschrieben, das kann nicht die Aufgabe des Arbeiters sein, sich darum zu kümmern.Mancher Firmenchef lässt seine Mitarbeiter Monate warten, bis sie einen teil ihres Geldes bekommen, das ist auch nichts anderes als ein kostenloser Kredit an die Firma. Was übrigens auch eine Verzerrung des Marktes bewirken kann. Zu Ihrem Angebot: Ich und die Gewerkschaften setzen uns gerade dafür ein, das ortsnahe Firmen den Zuschlag erhalten, auch weil ich es als einen Irrsinn ansehe, wenn Strausberg sozusagen die Firmen aus Potsdam kommen lässt und wir nach Potsdam fahren, noch schlimmer, wenn das Geld zu einem grossen teil wieder in andere Bundesländer fliest, was nicht heissen soll, das ich einem Protektionismus das Wort rede.Allerdings sind uns hier oftmals durch Vorschriften die Hände gebunden um Aufträge einfacher vergeben zu können. Ich halte es auch für Unsinnig wenn man erst eine Leistung für neue Fenster in einer Kita ausschreiben will, wenn die Fenster jetzt schon marode sind. Dann sollen diese wohl erst im Winter ersetzt werden? Im übrigen machen es sich doch viele Firmenchefs selber schwer, anstatt zu kooperieren,machen sie sich Konkurrenz, was am Ende dabei herauskommt? Der Markt wird verzerrt und viele Firmen gehen kaputt, und daran hängen dann wieder andere Firmen.

 

Zur Konkurrenz, auch so eine Wunschvorstellung von Ihnen und vielen anderen. Am Markt gewinnt nicht derjenige der Fair ist, derjenige der Fair ist und sich an die Regeln hält, ist oftmals der Verlierer gegenüber denjenigen, die sich nicht an die Regeln halten und sich dadurch den Vorteil sichern.Wohin hat denn die "Konkurrenz" geführt?Zu Gammelfleisch, zu unhygienischen Zuständen in Imbissen, Gaststätten und sogar in Krankenhäusern, zu schlechter Pflege von Kranken, so sieht das Ergebnis der "Konkurrenz" aus. Für einen Wettstreit, brauche ich klare Regeln oder mit I.Kant-Freiheit braucht Regeln.Klare Regeln, gehen aber nicht konform mit Marktwirtschaft. Auch eine Einheitskasse kann dazu gebracht werden innovativ zu sein. Das Gebot ökonomisch zu handeln gilt immer, es liegt wie immer an den Menschen selbst. Der eine stört sich an der Verschwendung, der andere ignoriert es.Es ist eine Frage des richtigen Bewusstseins. Mit freundlichen Gruss

C.Menzel