In Neuenhagen wird viel über die
Bedeutung junger Familien gesprochen.
So beispielsweise auch auf der
letzten Gemeindevertretersitzung während
der Diskussion um die Bebauung des
Wohngebietes "Gruscheweg 4". Hier
vertrat der CDU-Abgeordnete Kuck die
Auffassung, es müßten möglichst
viele möglichst kleine Grundstücke
entstehen. Nur diese könnten sich
junge Familien leisten. Und der
Zuzug junger Familien sei schließlich
wichtig, denn sonst wären die
Neuenhagener Kitas und Schulen gar nicht
ausgelastet.
Leider scheinen eine Reihe von
Kommunalpolitkern den Kontakt zu Familien
mit Kindern längst verloren zu
haben, denn sonst wüßten sie, daß die
Neuenhagener Kindereinrichtungen
längst an ihrer Kapazitätsgrenze
arbeiten und in den Schulen
Klassenstärken von etwa dreißig Schülern
keine Seltenheit sind.
Familien sollten weniger als
Wirtschaftsfaktor denn als etwas verstanden
werden, was eine Kommune bereichert
und lebenswert macht. In
Wohngebieten, die vom eigentlichen
Gemeindegebiet abgetrennt und in
Kindereinrichtungen, die bereits
überfüllt sind, können sich Familien
nicht willkommen fühlen.
Mischa Klemm
OG Bündnis 90 / Die Grünen