Leserbrief zum Artikel:


Bezahlung von Polizeibeamten unter dem Existenzminimum?



In diesem Artikel stellt die Landtagskandidatin Dr. Sibylle Bock ( SPD),

die Frage, ob denn im hiesigen Schutzbereich auch ehemalige Stasi-Mitarbeiter tätigt seien.

Der Leiter des Schutzbereichs Märkisch Oderland bejahte diese Frage. Als Entschuldigung sagte er jedoch diese seien alle „durchleuchtet „worden, ob sie sich etwas zu Schulden haben kommen lassen. Wir haben nur diejenigen behalten, die eine reine Weste haben.

Also gibt es hauptamtliche Stasi-Mitarbeiter mit reiner Weste? Das ist mir neu.

Frau Dr. Bock lässt sich ja leicht abspeisen. Ihr großer Chef M. Platzeck hat gesagt, das er als

Christenmensch ja auch verzeihen kann. Eine schöne Begründung Stasi-Mitarbeiter wieder in den öffentlichen Dienst zu stellen. Die Mehrheit der Brandenburger sieht das wohl etwas anders.

Konspiration war bei der Stasi Pflichtfach. Wer sagt uns denn, das diese Leute in den Ämtern nicht wieder ihr Unwesen treiben. Solchen Fall habe ich schon miterlebt. Der ehrliche Bürger geht zum Arbeitsamt und Stasimitarbeiter werden in das sichere Nest öffentlicher Dienst gehoben, wenn möglich noch mit Beamtenpension.

Ich bin der Meinung, diese Leute sollten sich den harten Wind des Wettbewerbs um die Nase wehen lassen wie die meisten Brandenburger.

Jeder Stasimitarbeiter hat sich schuldig gemacht und kann keine reine Weste haben.

Im KZ hat auch nur einer der Gashahn aufgedreht.

Die Verantwortung wurde gut verteilt. Sind die Verbrechen der Stasi nicht in der Masse aufgetreten wie im Dritten Reich, so sind die Einzelschicksale genauso grausam gewesen.


Gert Dischler

Fredersdorf