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Das BAB-Archiv: Die Kolumnen 2010

Mit´m Radl da

Die Produktion von Fahrrädern ist im ersten Quartal 2010 auf 424.000 Stück angestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte,produzierten deutsche Hersteller damit erstmals seit 2005 wieder mehr Fahrräder als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Gegenüber dem ersten Quartal 2009 betrug die Steigerung 5,1 Prozent.

Dafür ist vor allem der Produktionsanstieg bei den „Mountainbikes“ (+ 18,5 % gegenüber dem ersten Quartal 2009) auf 148.000 Stück und den „Anderen Rädern“ – hierzu zählen unter anderem BMX- und Klappräder – (+ 20,0 %) auf 124.000 Stück verantwortlich. Dagegen ging die Produktion von „Tourenrädern“ auf 120.000 Stück (- 12,0 %) und von „Sporträdern“ auf 28.000 Stück (- 29,1 %) zurück.

Ob damit der langjährige Abwärtstrend gestoppt ist, bleibt jedoch abzuwarten. Seit 2005 ist die Jahresproduktion von Fahrrädern von 2,1 Millionen auf 1,3 Millionen Stück im Jahr 2009 und damit um mehr als ein Drittel (- 37,4 %) zurückgegangen.

Über die Gründe könnte man ausführlich spekulieren. Sind die zunehmende Alterung unserer Gesellschaft, die sinkende Geburten zahl, der als unzureichend empfundene Ausbau von Radwegen Faktoren für diese Entwicklung?

Umweltpolitisch wird das Fahrrad als Verkehrsmittel positiv bewertet, auf der Fahrbahn jedoch als störend empfunden. Radfahrer fühlen sich auf Gehwegen sicherer (was statistisch belegt ein Trugschluss ist, weil besonders an einmündenden Straßen und Einfahrten mitunter schwere Unfälle passieren).

Gehwege dürfen sie jedoch nur benutzen, wenn es erlaubt ist. Wer mit prüfendem Blick allein durch Strausberg und Eggersdorf fährt, wird dabei viele Fehler und Mängel bemerken. Was da an Schildern auf uns zukommt ...

Dr. Ralph Donath