Sicherheitsschuhe auswählen — welche Schutzklasse passt
Wer den ganzen Tag auf den Beinen ist, merkt schnell, ob seine Schuhe zur Arbeit passen. Sicherheitsschuhe müssen aber nicht nur bequem sitzen — sie müssen zur Tätigkeit und den Gefahren am Arbeitsplatz passen. Entscheidend dafür ist die Schutzklasse nach EN ISO 20345. Wir von BAB erklären, welche Klasse für Handwerk, Gastronomie und Pflege die richtige ist. Seit 1998 beraten wir Arbeitgeber und Teams dabei und liefern in Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Was regelt EN ISO 20345?
Die Norm EN ISO 20345:2022 + A1:2024 legt fest, welche Schutzeigenschaften Sicherheitsschuhe aufweisen müssen. Die Klassen bauen aufeinander auf: Jede höhere Klasse enthält alles aus der niedrigeren und ergänzt zusätzliche Schutzeigenschaften. Wer also von S1 auf S2 oder von S2 auf S3 wechselt, gibt keine Eigenschaften aus der Vorstufe auf.
- SB: Zehenschutzkappe, sonst wenige Schutzeigenschaften. In der Praxis selten, weil wesentliche Schutzeigenschaften fehlen.
- S1: Zehenschutzkappe, geschlossener Fersenbereich, antistatische Eigenschaften (Ableitwiderstand 100 kOhm bis 1000 MOhm) und Energieaufnahme im Fersenbereich von mindestens 20 Joule.
- S2: alles aus S1 plus wasserabweisendes Obermaterial.
- S3: alles aus S2 plus Durchtrittschutz und profilierte Laufsohle. Der Standard für Baustelle, Handwerk und Außeneinsatz.
Welche Schutzklasse fürs Handwerk?
Wer auf Baustellen, in der Werkstatt oder im Außeneinsatz arbeitet, hat es mit Staub, Nässe, scharfkantigen Teilen und unebenem Untergrund zu tun. Hier braucht es den vollen Schutz: wasserabweisendes Obermaterial, Durchtrittschutz und eine griffige, profilierte Sohle. Das ist die Klasse S3.
Unsere S3-Sicherheitsschuhe decken genau diesen Einsatz ab. Für besondere Anforderungen gibt es zudem eine breite Auswahl, die wir gern nach Ihrem Bedarf zusammenstellen. Auf Rechnung bestellen, mit 14 Tagen Zahlungsziel.
Eine Zwischenstufe ist die Klasse S1P: Sie entspricht S1 und ergänzt den Durchtrittschutz, verzichtet aber auf das wasserabweisende Obermaterial. Das passt überall dort, wo scharfkantige Teile am Boden liegen, es aber trocken bleibt — etwa in vielen Werkhallen. Sehen Sie sich dazu unsere Sicherheitsschuhe der Klasse S1P an.
Welche Schutzklasse für die Gastronomie?
In der Küche zählen rutschige Böden, spritzendes Wasser und Fett sowie herunterfallende Gegenstände zu den größten Gefahren. Ein Schuh mit wasserabweisendem Obermaterial — also ein Modell in Klasse S2 — trifft die Anforderungen an Hygiene und Standfestigkeit gut. Für Küchen und Servicebereiche sind Kochschuhe deshalb die erste Wahl.
Neben dem Schutz spielt in der Gastronomie auch das einheitliche Erscheinungsbild eine Rolle. Wir von BAB liefern dazu passende Schuhe, die sich mit dem Team-Look kombinieren lassen. Sprechen Sie uns an, wir stellen das individuelle Angebot für Ihren Betrieb zusammen.
Welche Schutzklasse für die Pflege?
In der Pflege geht es weniger um Durchtrittschutz als um Komfort, Leichtigkeit und sicheren Auftritt auf glatten Böden. Viele Arbeitsbereiche kommen mit einem Schuh der Klasse S1 aus, der Zehenschutz und sichere Standeigenschaften bietet. Für den Innenbereich, etwa in der Küche der Einrichtung, können zusätzlich Nässe und Fett eine Rolle spielen — dort greift dann wasserabweisendes Obermaterial.
Unsere S1-Sicherheitsschuhe bieten Komfort für lange Schichten. Wer speziell in Pflegeküchen oder ähnlichen Bereichen arbeitet, findet unter unseren Kochschuhen passende Modelle. Und wo kein Schutz vorgeschrieben ist, halten unsere Arbeitsschuhe ohne Schutzkappe den Arbeitsalltag bequemer.
Auch auf Sohle und Passform achten
Die Schutzklasse allein entscheidet noch nicht über den Tragekomfort. Die Sohle muss zum Untergrund und zur Tätigkeit passen: Glatte Sohlen taugen wenig auf nassen Böden, eine grobe Profilsohle ist im Innenbereich unnötig. Viele Böden in der Pflege sind glatt und teils nass — dort ist ein rutschhemmender Schuh mit abriebfester Sohle die sichere Wahl. In der Werkstatt zählt fester Halt auf Holz und Metall, auf dem Bau besonders gute Haftung auf lockerem Untergrund.
Probieren Sie die Schuhe immer mit der Socke an, die Sie auch im Arbeitsalltag tragen. Ein Sicherheitsschuh, der zu eng oder zu weit sitzt, verursacht Druckstellen und wird früher abgesetzt als ein gut sitzender. Achten Sie darauf, dass die Kappe nicht am Zeh anstößt und die Ferse fest im Schuh sitzt.
So finden Sie den passenden Schuh
Die Schutzklasse ist nur der erste Schritt. Entscheidend sind auch Größe, Weite und Tragekomfort — denn ein sicherer Schuh, der drückt, wird schnell abgelegt. Unsere S3-Modelle und die weiteren Kollektionen bieten auch Übergrößen, damit auch größere und breitere Füße sicher und bequem arbeiten.
Wenn Sie unsicher sind, welche Klasse Ihr Beruf fordert: Fragen Sie Ihren Vorgesetzten oder die Fachkraft für Arbeitssicherheit. Bei BAB erhalten Sie dazu persönliche Beratung unter 0340 5167343 (Mo–Fr 10–15 Uhr) — über 500.000 Kunden verlassen sich auf uns.